10 Jahre Jugendzentrum Hötting-West

Anfang Juni 2001 übersiedelte der Verein Jugendhilfe Innsbruck mit seinem Jugendtreff in das neu erbaute „Haus der Kinder- und Jugendkultur“ Hötting-West. Zwischen der Hauptschule und dem Postamt hat die Stadt Innsbruck eine fixe Bleibe für die jungen Menschen im Stadtteil geschaffen. Bereits 1988 wurde im Stadtteil Hötting- West das erste offene Jugendzentrum eingerichtet. In den Folgejahren mussten die Jugendtreffs zweimal die Adresse wechseln. Gründe dafür waren, dass diese Einrichtungen nicht den für die „Offene Jugendarbeit“ erforderlichen Standards entsprachen. Dem ehemaligen Vorstand des Vereins Jugendhilfe Innsbruck wurde von der politischen Führung, Stadträtin Hilde Zach, gemeinsam mit der Leiterin des damaligen städtischen Referats für Jugendkultur, Anna Maria Braunegger, gleichzeitig Obfrau des Vereins, in Zusammenarbeit mit der Stadtplanung, Dipl.Arch. Erika Schmeissner- Schmid und dem Amt für Hochbauplanung, DI Gerhard Leschinger und DI Robert Kircher, der Auftrag zur Planung und Errichtung des neuen Jugendzentrums übertragen. Diese Gruppierung schuf ein Beteiligungsmodell, in dem die MitarbeiterInnen des Jugendzentrums und die Jugendlichen des Stadtteils ihre Wünsche und Vorstellungen von einem modernen und multifunktionalen Haus der Kinder- und Jugendkultur einbringen konnten. Viele dieser Ideen und Überlegungen wurden im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten qualitätvoll umgesetzt. Mit der Entscheidung der Stadt, ergänzend zu den bestehenden Angeboten „der Jugend ein eigenständiges Haus für ihre Aktivitäten zu bauen“, wurde ein wichtiges jugendpolitisches Zeichen gesetzt. Jugendliche sollen im Stadtteil eine angemessene Infrastruktur für ihre Bedürfnisse in sozialer, sportlicher und kultureller Hinsicht vorfinden. Das „JuZe“ („Jugendzentrum“) als Haus der offenen Tür bietet Jugendlichen auf ihrem Entwicklungsweg durch Beratung, Begleitung und verschiedenste Angebote eine kontinuierliche Unterstützung und fördert so die Ausbildung einer eigenverantwortlichen und selbstständigen Persönlichkeit. Viele Jugendliche besuchen das Jugendzentrum über 4 Jahre beinahe täglich. Der Aufbau und die Pflege einer persönlichen Beziehung zwischen BesucherInnen und MitarbeiterInnen ist daher wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit. Der pädagogisch betreute Bereich bietet den BesucherInnen neben den klassischen Spielmöglichkeiten wie Tischfußball, Billard, Tischtennis, Playstation oder Brettspielen auch die Möglichkeit zu gemeinsamen kreativen und sportlichen Aktivitäten. Stadtteilaktivitäten, Jugendkulturund Bildungsprojekte, teilweise in Kooperation mit anderen Gruppen und Institutionen runden das Angebot unserer offenen Jugendarbeit ab. Wenn sie sich für unser Jugendzentrum interessieren, bekommen Sie auf der Webseite www. vereinjugendhilfe.at einen virtuellen Zugang und einen Einblick in den Alltag im JuZe. In den 10 Jahren des Bestehens war das Jugendzentrum für viele Jugendliche ihr „Zuhause“. Stellvertretend für viele JuZe-BesucherInnen berichten 3 „Oldies“ über ihre Zeit im Jugendzentrum Hötting-West:

 

„Wenn ich heute zurückdenke, war die Zeit im JuZe eine schöne Zeit. Regelmäßig habe ich im Zentrum meine Freunde getroffen und ohne Konsumzwang die Freizeit dort verbracht. Ich denke auch gerne an die Themenabende für uns Mädchen, wie die Beautyabende, die Gymnastikabende, das gemeinsame Kochen und die für uns so wichtigen Gespräche mit den BetreuerInnen. Wenn uns langweilig war, war das JuZe mit seinen Freizeitmöglichkeiten für uns der ideale Ort im Stadtteil.“ - Bettina Oberhauser, 23 Jahre (Angestellte)

 

„Die Jugendstelle war für mich und meine Freunde der Treffpunkt in Hötting-West. Das attraktive an dem JuZe waren die schönen Räume und die interessanten Spielangebote. Ein Highlight war für mich die gemeinsame Filmproduktion, der Krimi „Der Fahrradmörder“, in dem ich den Kommissar Waldy spielen durfte. Nicht missen möchte ich meine Beteiligung an dem EU-Projekt „Forum Politik“, in dessen Rahmen ich nach Polen reisen durfte und die Gastfreundschaft der Projektpartner genießen konnte.“ - Michael Waldy, 24 Jahre (Student)

 

„Sich mit Freunden treffen und den restlichen Tag schön verbringen war schon eine gute Sache. Ebenso das Billard und Tischfußball spielen. Wer ein Problem hatte, fand bei den BetreuerInnen immer ein offenes Ohr. Natürlich hatten wir als Jugendliche auch viel Unsinn im Sinn. Im JuZe war aber immer viel Platz für Spaß. Die Frühjahrs- und Herbstturniere in Billard, Tischfußball, Tischtennis oder Playstation aber auch die Singstar- Abende waren immer interessante Veranstaltungen.“ - Flo Geßlbauer, 24 Jahre (Tischlermeister)