20-Jahr-Jubiläum der Kolpingbühne Innsbruck

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Am 18. Mai 1990 war die Premiere des Stückes „Das Konzert“ von Hermann Bahr unter der Regie von Hansjörg Tausch. Unter seiner Regie spielte die Kolpingbühne bis 2002 zahlreiche lustige, ernste, tragische und heitere Theaterstücke und in der Adventszeit traditionellerweise Märchen. Nach 2002 übernahm Peter Leitl die Regie, der auch zahlreiche Stücke selbst in die Bühnenfassung übertrug („Mama hat den besten Shit“, „Das Feuerzeug“ u.v.a.) Schon dem Gründer des Gesellenvereins, dem seligen Adolph Kolping war es ein Anliegen, dass in den Häusern die Gemeinschaft gepflegt wurde und so wurde seit der Gründung im Jahre 1852 im Kolpinghaus Innsbruck Theater gespielt. Es war ein Anliegen des Vereins, die Bevölkerung mit heiteren und zeitkritischen Theaterstücken und auch Märchen zu unterhalten und Kulturgut weiter zu geben. Auch der bekannte Autor Felix Mitterer wohnte in den 60er Jahren im Kolpinghaus in Dreiheiligen und schrieb dort seine ersten Werke, die er dann auch der Öffentlichkeit präsentierte. 1988 übersiedelte die Kolpingsfamilie von Dreiheiligen nach Hötting- West und seither spielt man auch im neuen Haus erfolgreich Theater. Das Schauspielerensemble hatte viele Mitglieder und gerne erinnert man sich noch an unseren Diakon Heribert Steiner, Alex Bergsleitner („Die Nacht des Leguan“), die ja selbst vom Stadtteil sind, und einige spielen heute noch wie die Gisi Heinzle, Helmut Lamprecht, Hermine Spöck u.a.m. Einer der Schauspieler, der von Beruf Flugzeugmechaniker war, machte eine Schauspielausbildung und ist heute hauptberuflich Schauspieler in Deutschland. Nach einer kleinen Pause ist es jetzt wieder so weit: am 11., 12., 18. und 19. Juni spielt die Kolpingbühne das Lustspiel „Der Trauschein“ nach Ephraim Kishon unter der Regie von Paul Fülöp. Wir laden dazu herzlich ein und freuen uns auf ihren Besuch!