Allerheiligen feiert seinen neuen Pfarrer

Eine im Stadtteil nicht ganz unwichtige Aufgabe des Pfarrers: das Dirigieren. (Foto: WESTWIND)

Bis auf den letzten Platz war die Kirche in Allerheiligen gefüllt, als der neue Pfarrer offiziell in sein Amt eingeführt wurde. Petrus ließ den Tag fast winterlich, frostig beginnen, doch wurde den Anwesenden gleich wärmer ums Herz, als Pfarrer Franz Troyer den Kirchenschlüssel von Dekan Röck überreicht bekam. Nach der Übergabe des Ernennungsdekretes war es dann endgültig: Allerheiligen hat einen neuen Pfarrer. Und was für einen! Jung, dynamisch, volksnah, gescheit und auch humorvoll. Bei dieser Gelegenheit wurde auch das neue Pfarrteam vorgestellt, welches ihn in seiner Arbeit unterstützen wird: Dietmar Steinmair, Karin Peter, Heribert Steiner und Andrea Langas.

Der feierliche Gottesdienst wurde vom GCA, dem Kirchenchor und dem Jugendchor zusammen mit den Musikanten der Gruppe "Allerhand Musikant" gestaltet.

In seiner Predigt stellte Pfarrer Troyer drei Gegenstände vor, welche seine Sicht von Seelsorge symbolisieren sollen:

"Da ist einmal ein Kessel mit Samenkörnern zur Aussaat. So wie nicht jedes Samenkorn aufgehen kann, Ungeziefer und Spatzen die Ernte zunichte machen können - so ist es auch mit der Seelsorge. Nicht alle Bemühungen werden auf fruchtbaren Boden fallen, aber zusammen mit der Pfarrgemeinde wird es gelingen, dass viele Samen aufgehen werden."

Dann ließ Pfarrer Troyer sein Fahrrad hereinbringen ...

"Wenn ich mich zwischen Auto und Fahrrad entscheiden müsste, würde ich sofort das Fahrrad wählen ... mit dem Fahrrad kann ich am Straßenrand absteigen und kurz mit jemandem einige Worte wechseln, mit dem Auto nicht.

In der Seelsorge bedeutet das Fahrrad auch: Gleichgewicht halten. Wie es beim Fahrradfahren das Gleichgewicht braucht, sehe ich meine schöne und große Aufgabe als Pfarrer von Allerheiligen besonders darin, die Balance zu suchen und das Gleichgewicht zwischen einzelnen Gruppen und Schichten des Stadtteils zu fördern."

Schließlich nahm er die Bibel in die Hand, von der manche behaupten, sie würden sie auswendig kennen. "Ja, aber auswendig im Sinne "von außen", nur von der Hülle und vom Bücherregal her." Pfarrer Troyer ist neben seiner Tätigkeit in unserem Stadtteil zugleich noch Leiter der Bibelpastoral der Diözese, damit ihm nicht langweilig wird - wie er sagt.

Abschließend überbrachte noch Stadträtin Oppitz-Plörer die Grüße der Stadt Innsbruck, und mit einer Ehrensalve der Schützenkompanie Allerheiligen begann der gemütliche Teil des Festes. Das bewährte Team der freiwilligen HelferInnen der Pfarre sorgte vorbildlich für das Wohl der Gäste. Auf Grund der niedrigen Temperaturen scharte man sich gern um den wärmenden Holzkohlengrill.

Spannend wurde es für Pfarrer Troyer noch einmal, als er das Pult der Stadtmusikkapelle Allerheiligen bestieg, um einen zünftigen Marsch zu dirigieren. Nach dem erfolgreichen Bestehen dieser Prüfung war man allseits der Meinung: Pfarrer Franz Troyer möge den "pastoralen Dirigentenstab von Allerheiligen" ebenfalls so routiniert führen.

Dem Vernehmen nach dauerte dieses Pfarrfamilienfest bis zum späten Nachmittag.