Bericht über Lesung und Diskussion mit Emmanuel Mbolela

Erstellt von Mag. Anneliese Knoll, HBLA-WEST | |   Print-Artikel

Als Abschluss unseres Lese- und Unterrichtsprojekts „Flucht, Asyl, Migration, Integration“ durften wir dank der Unterstützung der Tiroler Kulturservicestelle den Buchautor Emmanuel Mbolela und seinen Übersetzer Dieter Alexander Behr zu einer Lesung mit anschließender Diskussion zu dem Buch „Mein Weg vom Kongo nach Europa. Zwischen Widerstand, Flucht und Exil“ in unsere Schulbibliothek einladen.

Im Vorwort „Notwehr“ schreibt Jean Ziegler: „Emmanuel Mbolelas Buch ist deshalb so beeindruckend, weil es nicht nur ein Buch der mutigen, detailgenauen Brandmarkung ist, sondern auch ein Buch der unausrottbaren Hoffnung, ein Buch des Widerstandes, des Aufstandes des Gewissens“.

„Ein Buch, das einem Hochachtung vor dem Mut und der Menschlichkeit des Autors abringt, und bei dem man auf jeder Seite dankbar ist, dass man diese Flucht nur lesend durchleben muss.“ Katharina Menhofer, ORF

Emmanuel Mbolela schreibt in seiner autobiographischen Erzählung über seine politische Aktivität im Kongo und die brutale Repression staatlicher Sicherheitsorgane, die ihn in die Emigration zwingen. Er berichtet auf eindrückliche Weise von der Gewalt und Ausbeutung während der Flucht. Quer durch die Sahara gelangt er bis nach Marokko, wo er eine Organisation kongolesischer Flüchtlinge mitbegründet. Nach vier Jahren kann er in die Niederlande ausreisen, als neue Erfahrung erweisen sich dort die extrem ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, denen vor allem migrantische Arbeitskräfte unterliegen. Im Zentrum der Demokratischen Republik Kongo geboren, studierte Emmanuel Mbolela in seiner Heimatstadt Ökonomie, musste jedoch nach kurzer Haft aus politischen Gründen 2002 das Land verlassen. Seit 2008 lebt er in den Niederlanden. Er ist Vortragender und antirassistischer Aktivist.

Der Übersetzer Dieter Alexander Behr lebt in Wien und arbeitet gemeinsam mit dem Autor im Netzwerk Afrique-Europe-Interact.

Schülerstimmen dazu:

„Es war spannend und sehr interessant zu hören, wie schlimm eine Flucht sein kann.“

„Der Autor hat genau das Wichtigste erzählt, und weckt viel Interesse an dem Thema Flüchtlinge und Asyl. Man würde gern helfen.“

„Es war sehr interessant und bewegend. Ich finde es gut, dass er so viel Einsatz für sein Land zeigt. Seine Projekte sind wirklich gut und seine Geschichte ist sehr tragisch.“

„Mir hat es sehr gut gefallen. Man könnte öfters solche Projekte machen.“

Foto: HBLA-WEST