Chorjubiläum in Allerheiligen

Erstellt von Thomas Reitmeir (Obmann) | |   Titelstory

Der Gemischte Chor Allerheiligen feiert heuer seinen 50. Geburtstag. Chorleiterin Patricia Klemm dirigiert derzeit beinahe 60 Sängerinnen und Sänger. Das Repertoire des Chors umfasst internationale Musik von der Renaissancezeit bis zur Moderne. Neben Orchestermessen zu Weihnachten und Ostern bildet das Chorkonzert einen festen Bestandteil des Jahresprogrammes. Einige Aufführungs-Highlights waren 2013 der lateinamerikanische Abend mit der „Misa Criolla“ von Ariel Ramirez und die halbszenische Aufführung von Purcells „Dido und Aeneas“ 2009 und die Operettenkonzerte 1998. Auch Uraufführungen standen auf dem Programm (Emil Berlanda: Kleine Messe in d; Chr. Sätzel: Missa VII a4; Martin Dirk Wartha: Missa in f). Das Jubiläumsjahr feiert der GCA mit dem Doppelkonzert „Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn. Den ersten Teil mit „Frühling und Sommer“ wurde bereits mit großem Erfolg im April aufgeführt, Teil zwei mit „Herbst und Winter“ folgt im Herbst 2015.

Das folgende Interview mit Brunhilde Spanblöchl gibt ein wenig Einblick in das Chorleben des GCA.

Du bist Gründungsmitglied des Gemischten Chor Allerheiligen - wie und wann entstand eigentlich euer Chor?
Den Start kenne ich nur von den Berichten meines Mannes: Am Beginn stand die Gründung einer Männer-Schola durch Dr. Günther Schlenck. Die Burschen wurden direkt vom Fußballplatz oberhalb der Kirche zur Probe geholt. Zu Weihnachten gesellten sich auch Mädchen dazu. Somit war der GCA geboren.

Es ist bemerkenswert, dass ihr heuer euer 50-Jahr-Jubiläum feiern könnt.Was zeichnet euren Chor aus?
Vor allem der Zusammenhalt und die Freude am Musizieren. Sonst hätten wir sicher kein chorleiterloses Jahr überstanden, in dem wir auf unsere ehemaligen Chorleiter zurückgreifen durften, mit denen wir einzelne Projekte durchführten. Es ist motivierend, wenn gute Aufführungen zustande kommen. Wir verstehen es auch immer noch zu feiern.

Wie kann man dem Chor beitreten? Gibt es spezielle Voraussetzungen?
Es kann jeder, der Freude am Singen hat, zum Chor kommen. Einfach vorbeischauen oder Kontakt aufnehmen. Natürlich suchen wir vor allem jüngere Leute und wie beinahe in jedem Chor sind Männerstimmen besonders gefragt.

Plaudere doch ein wenig aus dem Nähkästchen und verrate uns eine Anekdote aus der langen Chorgeschichte.
Bei einem jungen Chor ist es nicht zu verwundern, dass sich einige Chor-Paare ergaben: Ich erinnere mich an 9 Eheschließungen und 21 Chorkinder! Es war eine schöne Zeit, in der viel miteinander unternommen wurde. Zum Beispiel gab es zur Freude der Chorkinder jährlich eine Chor-Ralley. Die Geselligkeit war groß geschrieben und nach der Probe kehrte man im Berchtoldshof oder im Allerheiligenhof bei der „Lina“ ein. Als Bernhard einmal knapp bei Kasse war, „verdiente“ er sich zum Gaudium und Grausen der Chormitglieder Freibier durch Verspeisen eines Maikäfers.

Wie sieht die Altersstruktur eures Chors aus? Könnt ihr auch die Jugend für euch begeistern?
So wie viele Chöre sind auch wir gealtert. Wir haben aber derzeit eine gute Mischung aus Jung und Alt und können auch mit einigen Jugendlichen punkten.

Wie finanziert ihr euch? Wer sind eure UnterstützerInnen?
Jedes Chormitglied zahlt einen jährlichen Mitgliedsbeitrag. Wir bekommen von der Pfarre, dem Land und der Stadt Subventionen und erhalten dankenswerter Weise viele Spenden von unseren Freunden und den mit uns verbundenen Firmen.

Du gestaltest aufwändige handgefertigte Chroniken des Vereins. Was steckt dahinter und kann man die Chronik auch irgendwo bewundern?
Wir besitzen ein schönes Chronikbuch. Die ersten Aufzeichnungen wurden anhand alter Protokolle von einigen Chormitgliedern herausgesucht und dann in die Chronik geschrieben. Jetzt wird die Chronik laufend geführt . Sie liegt jederzeit zur Einsicht bereit.

Was wünscht du dem Chor für die Zukunft?
Ich wünsche dem Chor alles Gute für die Zukunft, weiterhin Zusammenhalt Freude am Singen und Ausdauer. Es kommt im Chor auf jede/n Einzelne/n an und es braucht natürlich auch einige Arbeitsbienen.

Brunhilde und Alfred Spanblöchl zeigen die GCA-Chronik. Foto: GCA
Der Gemischte Chor Allerheiligen. Foto: GCA
Der Gemischte Chor Allerheiligen. Foto: GCA
Brunhilde und Alfred Spanblöchl mit der GCA-Chronik. Foto: GCA
Der Gemischte Chor Allerheiligen. Foto: GCA