Cranio-Sacral-Therapie

Erstellt von Das Team der Physiotherpie West | |   Gesundheit

Physiotherapie West erklärt Ihnen diesmal die Cranio-Sacral-Therapie. Sie ist eine Methode zur Untersuchung und Behandlung des Bindegewebssystems des Körpers mit Ziel der Entspannung der Gehirn- und Rückenmarkshäute. Vereinfacht ausgedrückt: Wir Therapeutinnen versuchen Spannung im Körper aufzuspüren und abzubauen.

Wir wissen ja alle, dass wir zu viel sitzen, uns zu wenig und meistens falsch bewegen, und von dieser Bequemlichkeit körperliche Probleme bekommen. Wird unser Bindegewebe überdehnt und stark angespannt, nehmen einerseits die damit verbundenen Knochen schließlich eine so

anormale Position ein, dass wir Bewegungseinschränkungen und Schmerzen bekommen. Anderseits fließt die Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit nicht mehr frei und Nervenbahnen sowie Blutgefäße sind blockiert, z. B. können die Kreuzprobleme von einem schiefstehenden Schädelknochen stammen oder die Kopfschmerzen von einem verspannten Zwerchfell herrühren.

Wir versuchen die Spannung zu lokalisieren, indem wir mit unseren Händen an verschiedenen Körperstellen den so genannten Cranio-Sacral-Rhythmus ertasten, der durch das Pulsieren der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit entsteht. Ist der Puls beispielsweise zu langsam, zu schnell

oder zu schwach, ist er links anders als rechts, dann wissen wir, dass irgendwo eine Verspannung des Bindegewebes vorhanden ist, die sich hinderlich auf das harmonische Fließen auswirkt. Mit unseren Händen üben wir auf die zu behandelnden Strukturen einen sehr sanften Druck aus, wodurch das Bindegewebe nachgibt und sich dehnen lässt. Der Patient empfindet dies als ein "Sich-lösen", als Erleichterung. Jetzt folgt eine Entspannung des Zentralnervensystems und eine verbesserte Durchblutung im Gehirn, die sich positiv auf den Körperzustand auswirkt.

Die Cranio-Sacral-Therapie lässt sich gut bei den verschiedensten gesundheitlichen Problemen einsetzen - entweder als Alleinmethode oder kombiniert mit anderen Konzepten. So eignet sie sich bei Verspannungen und eingeschränkter Gelenksbeweglichkeit aller Arten, die Kiefergelenke nicht zu vergessen und bei Bandscheibenleiden. Weitere Bereiche sind Kopfschmerzen und Migräne, chronische Schmerzzustände sowie Funktionsstörungen des vegetativen Nervensystems und vieles mehr.