Das Jahr der ehrenamtlichen Arbeit (Die Grünen)

Erstellt von GRin Mag. Uschi Schwarzl | |   Politischer Beitrag

Tausende ÖsterreicherInnen sind ehrenamtlich engagiert. Auch in unserem Stadtteil arbeiten viele Menschen – oftmals ungesehen und unbedankt – im Sozial-, Kultur-, Umwelt-, Verkehrs- und Sportbereich: Von der Pfarre über die IG-Kranebitten oder die Flughafen-Schutzgemeinschaft, von Traditions- und Sportvereinen über Frauenorganisationen und den Siedlerverein bis hin eben auch zur WESTWIND-Redaktion. All den Frauen und Männern, die ihre Freizeit für das Miteinander im Stadtteil opfern, kann gar nicht genug gedankt werden. Doch der Umgang mit Ehrenamtlichkeit seitens der Politik muss auch einer kritischen Betrachtung unterzogen werden:

Sehr oft sind es Frauen, die zwischen unbezahlter Familienarbeit und unbezahlter Pflege von Angehörigen zusätzliche ehrenamtliche Arbeit für die Gesellschaft leisten – um den Preis geringerer Einkommen und ungesicherter Pensionen.

Sehr oft fließen Dank und Subventionen eher in „politisch genehme“ ehrenamtliche Bereiche, während ehrenamtlichem Engagement, das sich kritisch mit herrschenden Zuständen befasst, Dank und Anerkennung versagt bleiben.

Und nur allzu gerne wird Ehrenamtlichkeit – u.a. im Sozialbereich – instrumentalisiert, um staatliche Verantwortung abzugeben und damit Kosten einzusparen.

Im Jahr der Ehrenamtlichkeit ist daher mehr angesagt als Dank.

Es geht auch um die Diskussion über das Verhältnis von notwendiger Professionalität zu möglichem Ehrenamt, von staatlichen Leistungen zu ehrenamtlichem Zusatzangebot, und um Fortbildung und Absicherung ehrenamtlich Engagierter.