Das neue Jugendzentrum für Hötting-West

Am Samstag, den 9. Juni 2001 ist es soweit: BM DDr. Herwig van Staa wird persönlich die Eröffnung des neuen Hauses der "Kinder- und Jugendkultur" in Hötting-West vornehmen. Mit diesem „hauseigenen" Projekt der Stadt Innsbruck, wurde vom Amt für Hochbauplanung in nur 20 Monaten ein architektonisch interessantes Gebäude errichtet. Zwischen der Post und der Hauptschule steht nun das Jugendhaus Hötting-West passgenau im Zentrum unseres Stadtteils.

Hötting-West ist in den letzten Jahren stark gewachsen, zahlreiche neue Wohnanlagen sind entstanden und viele Jungfamilien neu zugezogen. Der letzte Stand der demographischen Entwicklung zeigt, dass ungefähr ein Viertel der 12.000 BewohnerInnen im Stadtteil jünger als 20 Jahre ist. Schon länger gab diese Entwicklung Anlass zu Überlegungen, welche Maßnahmen in Hinblick auf die Jugendarbeit getroffen werden müssen. Die Entscheidung des Innsbrucker Stadtsenates, ergänzend zu den bestehenden Angeboten "der Jugend ein eigenständiges Haus für ihre Aktivitäten zu bauen", ist ein Meilenstein der Jugendpolitik.

Das Projekt "Haus der Kinder- und Jugendkultur" ist das Ergebnis eines langjährigen Arbeitsprozesses. Es war den Verantwortlichen von Anfang an wichtig, möglichst viele Ebenen - sprich Jugendliche, Jugendarbeiter, Engagierte und Entscheidungsträger - in die Entwicklung dieses Vorhabens miteinzubeziehen.

Das Haus

Der verglaste, in einem Halbrund geformte Baukörper bietet auf 550 Quadratmetern ausreichend Platz für verschiedenste Jugendaktivitäten. Auf 3 Ebenen angelegt, befindet sich im Erdgeschoss der große Spiel- und Aufenthaltsbereich mit Billard, Tischfußball und Bar. Auf der Galerie ist als attraktives Angebot ein Internetcorner mit 3 Arbeitsplätzen eingerichtet. In dieser ruhigeren Zone sind auch die Bereiche für Gesellschaftsspiele, der Medienraum und eine Besprechungsecke. Im Untergeschoß liegen drei Band-Musikproberäume sowie ein Medienlabor, ein Bewegungs- und ein Werkraum. Das gesamte Haus ist behindertengerecht konzipiert. Zwei Treppenlifte verbinden alle Ebenen.

Mehrfachnutzung

Das neue Haus bietet auch viele Möglichkeiten der Fremdnutzung, in der Planung war die Multifunktionalität eine wichtige Überlegung. Durch eine getrennte Eingangssituation kann sowohl während als auch außerhalb der Öffnungszeiten des Jugendtreffs das bestehende Raumangebot durch Jugendgruppen und Initiativen aus dem Stadtteil genutzt werden.

Offene Jugendarbeit

Der Verein "Jugendhilfe Innsbruck" ist mit der Führung des "Hauses der Kinder- und Jugendkultur" betraut worden. Er hat in Zusammenarbeit mit vielen Stellen und Personen großen Anteil am Zustandekommen dieses zukunftsweisenden Projektes.

Das neue Jugendzentrum soll ein offenes und lebendiges Haus im Westen der Stadt werden, in .dem sich die Jugendlichen zwanglos treffen, aber sich auch mit Jugendarbeitern einmal über ihre Probleme aussprechen können. Offene Jugendarbeit bedeutet aber auch, jungen Menschen vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten und Freiräume zu bieten, in welchen das Erproben eigener Lebensvorstellungen möglich ist.

Information

Für Jugendliche, Eltern, Lehrer und andere Interessierte findet sowohl am Montag, den 11.6. als auch am Mittwoch, den 13.6 von 10-12 und 15-19 Uhr im neuen Jugendzentrum ein Tag der offenen Tür statt. Alle sind herzlich eingeladen.