„Daseinsfürsorge heute“ – von der Grundsicherung bis zur Hospizeinrichtung (FÜR INNSBRUCK)

Eine wichtige Einrichtung unserer sozialen Stadtteilstruktur ist das neue Wohnheim Lohbach. Die ersten BewohnerInnen sind bereits eingezogen. WESTWIND befragte die im Stadtteil präsenten Parteien zu diesem Thema.

Die soziale Daseinsvorsorge stellt als ständig wachsender Aufgabenbereich— derzeit leben in Innsbruck 21.500 Menschen über 65 Jahren— eine große Herausforderung zum Wohle unserer älteren Mitbürger dar. Einerseits können unsere Familien die Betreuung der älteren Angehörigen nicht mehr in dem Maße ohne fremde Hilfe bewältigen, wie es noch vor zwanzig oder dreißig Jahren der Fall war. Andererseits wird das Wissen um die besonderen medizinischen Anforderungen für ältere Menschen ständig verbessert, sodass wir alle gesünder alt werden. Damit unsere älteren Mitbürger bestmöglich versorgt werden, erbringen die Innsbrucker Sozialen Dienste (ISD) im Auftrag der Stadt Innsbruck jene Dienstleistungen im Bereich der sozialen Wohlfahrt und des Gesundheitswesens, die ein möglichst individuelles Altern in Würde ermöglichen. Nach der Neueröffnung des Wohnheimes am Tivoli vor zwei Jahren geht jetzt das neu erbaute Wohnheim Lohbach mit 128 Wohn- und Pflegeplätzen in Betrieb. Diese Senioreneinrichtung wurde mit viel Weitblick geplant und nach neuesten Erkenntnissen konzipiert. Sie verfügt z.B. über die erste Station für demente Mitmenschen. In den nunmehr acht Wohn- und Pflegeheimen der Stadt werden 846 SeniorInnen stationär betreut. Die Nachfrage nach Tagesheimplätzen ist im Steigen begriffen, weil immer mehr ältere Menschen in den eigenen vier Wänden bleiben möchten, aber gerne eine Tagesbetreuung in Anspruch nehmen. Zur Entlastung pflegender Angehöriger werden Kurzzeitpflegeplätze angeboten. Die Sozialzentren in den Stadtteilen bieten neben Beratung, Information und den wöchentlichen Seniorentreffs auch Unterstützung in Form der Mobilen Sozialarbeit an, z.B. Hauskrankenpflege oder Logopädie. Die ISD verwalten zudem 150 Seniorenwohnungen, betreuen 600 ältere Mitbürger zu Hause über die Heimhilfe und die Hauskrankenpflege und versorgen 550 Personen über das Menüservice mit dem Mittagstisch. Die Stadt Innsbruck ist sehr darum bemüht, den erreichten hohen Pflegestandard für die Zukunft zu sichern und bedarfsorientiert zu erweitern, um dem Anrecht auf ein Altern in Würde bestmöglich gerecht zu werden.