Der Biber hat Tirol wiederentdeckt

Die Klasse 3a mit ihren Begleitlehrerinnen Sylvia Haaland und Angelika Knapp

Im Rahmen des Projektes „der.innlebendig und sicher“, in dem es darum geht, der zukünftigen Generation ein Bewusstsein über die Bedeutung des Lebensraumes Inn zu vermitteln, fuhren die SchülerInnen der 3a Klasse der Hauptschule Hötting-West nach Schaftenau, um dort gemeinsam mit der Biberbeauftragten des Landes Tirol, Nadin Haslwanter-Egger ein Biberrevier zu erkunden. Wir erfuhren einiges über die außergewöhnliche Anatomie dieses hochspezialisierten Säugetieres. So hat der Biber ein spezielles Verdauungssystem, das es ihm ermöglicht, seine Nahrung, die aus harter Baumrinde besteht, zu verdauen. Nach der ersten Verdauung frisst er die Ausscheidungen erneut. Erst beim zweiten Durchgang kann er sie verwerten. Interessant ist auch, dass die Zähne des Nagetieres eisenhaltig und dadurch rötlich gefärbt sind. Für einen Biber ist es eine Kleinigkeit, mit diesem Werkzeug Bäume zu fällen. Im 18. Jahrhundert wurde der letzte Biber in Tirol erlegt, da er nicht nur aufgrund seines Fleisches und Felles sondern auch wegen der Bibergeildrüse, deren Sekret für die Parfumherstellung verwendet wurde, ein begehrtes Jagdobjekt war. In Schaftenau sahen wir eine Biberburg, vom Biber angelegte Dämme sowie Fraßspuren. Wir sind froh, dass sich der Biber wieder in unserem Land angesiedelt hat und möchten darauf aufmerksam machen, dass dieses Tier unter Naturschutz steht.