Der Lohbach ist gerettet!

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Der Lohbach wird von Schmelzwasser, Grundwasser, Oberflächenwasser und mit Hangwasser, das zwischen Mai und Oktober südlich des Harterhofes austritt gespeist. 2008 wollte das Forstamt den Grundwasserpumpbetrieb westlich der Hauptschule aus Kostengründen einstellen. Das konnte in der Stadtsenatssitzung vom 7. Mai 2008 verhindert werden. Gleichzeitig wurde vom Stadtsenat folgender einstimmiger Beschluss gefasst: „Die Innsbrucker Immobilien Service GesmbH (IISG) wird beauftragt und ermächtigt, bei der Wasserrechtsbehörde ein Ansuchen auf einen einjährigen Probebetrieb einzubringen, in dem die ausreichende ganzjährige Versorgung durch die im Antrag beschriebene Quelle überprüft wird. Die Pumpleistung darf hierbei nur soweit reduziert werden, dass die derzeitige ganzjährige Wasserdurchflussmenge des Lohbachs gewährleistet bleibt.“ Diese Pumpe mit einer Sekundenliterleistung von 13 Liter ist seit Juli 2009 kaputt. Durch die Reaktivierung und Sanierung der Peerhofquelle (die sich auf ca. 950 m Seehöhe östlich vom Rauschbrunnen befindet) und durch die Zuleitung aus der öffentlichen Wasserversorgung sollten nun ganzjährig 9 Sekundenliter Wasser in den Teich im Bereich der Peerhofsiedlung und von dort in den Lohbach rinnen. Diese Wasserzufuhr wurde jedoch gedrosselt, der Bach verschlammte und verlandete zusehends. In der Sitzung vom 1.10.2009 beschloss der Vorstand des Siedlervereins "Am Lohbach und Hörtnaglsiedlung" den Pächter Kurt Mair in seinen Bemühungen um die Rettung des Baches zu unterstützen. Nach einem Gespräch mit Stadtrat Peer am 13.10. veranlasste dieser die sofortige Steigerung der Pumpleistung auf 15 Liter/sec. Ende Jänner 2010 war mit freiem Auge ersichtlich, dass die Pumpleistung wieder reduziert wurde- eine endgültige und dauerhafte Lösung in Form eines Gemeinderatbeschlusses musste nun angestrebt werden. Die Tiroler Wasserwacht/Sektion Innsbruck-Stadt ersucht die Stadtführung mit Schreiben 22.3.um dringliche Wiederherstellung der notwendigen Wasserzufuhr und Behebung des Missstandes, dass Oberflächenwässer in den Bach geleitet werden. In der Sitzung des Flughafen- Umweltforums (Vorsitz StR Peer Walter) am 24.3. bei der auch StR Mag. Uschi Schwarzl als Gast eingeladen war, bringt der Vorstand des Siedlervereins das dringende Anliegen ein, das Problem bei der Gemeinderatssitzung am 25.3. zu besprechen. StR Peer und StR Schwarzl einigen sich auf folgende Vorgangsweise: - Direktinformation VBM Sprenger um sofortige Erhöhung der Pumpleistung auf 12 Liter/sec zu erwirken (StR Peer) - Einbringung eines dringlichen Antrages bei der Gemeinderatssitzung (StR Schwarzl) In der Gemeinderatssitzung wurde nun dem Antrag einstimmig die Dringlichkeit zuerkannt und zudem wurde einstimmig beschlossen, den Antrag dem Stadtsenat zur selbstständigen Erledigung zuzuweisen. Die Pumpe wird aller Voraussicht im Mai in Betrieb genommen. Damit gebührt den Stadträten Uschi Schwarzl und Walter Peer ein großes Lob und ein herzliches „Vergelt‘s Gott“ für ihren Einsatz.

 

Franz Huber Obmann des Siedlervereins „Am Lohbach und Hörtnaglsiedlung“