Ein neues Zuhause für Amphibien am Lohbach

Erstellt von Dein NachbarLohbach | |   Print-Artikel

Seit 1993 wandern jedes Jahr im Frühjahr Kröten und Frösche von den Hängen der Nordkette zu den Teichen am Universitätsgelände, laichen hier ab und kehren wieder in die Wälder zurück. Durch die Errichtung der Westspange und der Neubauten von Lohbach I und II sind die Wanderwege zunehmend blockiert und das Überleben der Amphibienpopulation war in Gefahr. Um den Fortbestand der Kröten und Frösche zu erhalten, hat sich die Initiative Dein NachbarLohbach um einen Ersatzteich nördlich des Lohbachs bemüht. Die Initiativen waren im Herbst 2008 erfolgreich und die Errichtung des Teiches wurde zugesagt. Der Stadtsenat hat am 08. Juli 2009 den Bau eines 300 m² großen Teiches beschlossen. Dieser soll die Heimat unserer Kröten und Frösche werden. Das neue, 50 m lange und bis zu 1 m tiefe Laichgebiet wird im naturbelassenen Teil zwischen den beiden Spielplätzen, nördlich der Sportanlagen errichtet, Baubeginn ist Mitte Oktober. Aufgrund der Lage zwischen den Spielplätzen wird zur Sicherheit das Laichgewässer mit einem Zaun umschlossen. Dieser wird mit einer Bodenfreiheit von 10 cm ausgeführt, sodass die Amphibien problemlos zum Laichgewässer gelangen können. Nach der Erstbefüllung soll die Speisung mit Wasser nur mehr mittels Niederschlags erfolgen. Die Gesamtkosten von € 53.000,-- übernimmt die Stadt Innsbruck und der Naturschutzfonds. Die Betreuung der Kröten und Frösche wird von der Initiative Dein NachbarLohbach bewerkstelligt. Die Tiere sind auf ihre Geburtsgewässer, die Teichanlagen am Universitätsgelände, geprägt und werden versuchen dorthin zu gelangen. Deshalb müssen die Tiere in den ersten Jahren an ihr neues Zuhause gewöhnt werden. Das bedeutet, dass sie in Kübeln gefangen werden, die entlang des Amphibienzaunes eingegraben sind. Dann werden sie zum Teich zum Ablaichen gebracht. Wir laden die Bevölkerung herzlich ein, sich daran zu beteiligen! Im nächsten Frühjahr müssen verirrte Kröten und Frösche zum neuen Laichgewässer gebracht werden. Wenn auch Sie dieses Projekt unterstützen wollen, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

Der Standort des Laichgewässers. Luftbild/Illustration: Stadtmagistrat Innsbruck