Feste Feiern ohne Kater

Was wäre das Leben ohne Feste. Diese sind allerdings meist mit dem Genuss von Alkohol verbunden - manchmal mehr, als man eigentlich verträgt. In der Apotheke gibt es einiges, was den Kater am Morgen danach nicht allzu heftig schnurren lässt. Seinen Namen hat der „Kater“ übrigens nicht vom schnurrenden Haustier, sondern vom Katarrh.

Da wären einmal die Kopfschmerzen. Hauptverantwortlich dafür ist das Methanol, ein Verwandter des "normalen" Alkohols Äthanol. Es findet sich in Spuren vor allem in dunklen und minderwertigen Weinen und in anderen dunklen Alkoholika. Wenn es im Körper abgebaut wird, entsteht das giftige Formaldehyd. Das ist der eigentliche Übeltäter und bringt den Kopf zum Brummen.

Neuere Untersuchungen lassen vermuten, dass rohe Eier Substanzen enthalten, die an der Beseitigung des Formaldehyds mitarbeiten. Deshalb sollen rohe Eier gegen Kater helfen. Wer sich damit aber nicht so ganz anfreunden kann und lieber auf die Wirkung von Schmerzmitteln baut, sollte sich für den Fall des Falles eines mit Magenschutz besorgen.

Was einen den nächsten Morgen so zittrig erleben lässt, ist der Mangel an Flüssigkeit und Mineralsalzen. Ersterer lässt sich mit viel nicht-alkoholischen Getränken beheben, zweiterer durch Salzgebäck oder isotonische Getränke.

Alkohol in größeren Mengen führt auch zu einem beträchtlichen Mangel an Zucker. Den verbraucht der Körper beim Abbau der berauschenden Getränke. Spätestens am Morgen danach sollte man also für eine kräftige Zuckerzufuhr sorgen.

Die allgemeine Übelkeit lässt sich auch gut besänftigen. Zum Beispiel mit Nux vomica, der Brechnuss. Dabei handelt es sich eine homöopathische Zubereitung. Gemäß der Homöopathiedevise "Ähnliches heilt Ähnliches" soll die Brechnuss die Übelkeit vertreiben. Die kleinen Kügelchen (Globuli) werden noch vor dem Schlafengehen eingenommen. Am Morgen sollte sich der Magen dann friedlich verhalten und nicht rebellieren.

Um sich vollends zu regenieren, empfiehlt sich schließlich frische Luft und kräftiges Essen. Das Gulasch ist nicht umsonst als Kater-Frühstück so beliebt. Der scharfe Paprika beruhigt nämlich die durch den Alkohol überreizten schmerzempfindlichen Nerven im Magen.

In diesem Sinne hoffen wir, dass Sie die bevorstehenden Feiertage genießen und wünschen Ihnen jetzt schon alles Gute.

Ihre Apotheker