Gesundheit: Vitamine und Mineralstoffe in der Schwangerschaft

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Es ist für die Entwicklung des Kindes sehr wichtig, dass sich die Mutter gesund und ausgewogen ernährt, sich Ruhepausen gönnt und Alkohol und Nikotin meidet, den in 38 Wochen muss es von einem kleinen Embryo zu einem ungefähr 3 kg schweren Neugeborenen heranwachsen. Während der Schwangerschaft muss eine Frau nicht für zwei essen. Das wichtigste ist, für eine ausreichende Zufuhr aller benötigten Vitamine und Mineralstoffe zu sorgen, um die Entwicklung des Fötus zu unterstützen sowie dem erhöhten Bedarf der werdenden Mutter zu entsprechen. Die wasserlöslichen B-Vitamine ( B1, B2, B6, B12 )können im Körper kaum gespeichert werden. Stoffwechselstörungen können bereits auftreten, wenn nur eine der Komponenten fehlt. Die Vitamine A, C, E sowie die Spurenelemente Mangan und Kupfer sind ebenfalls unentbehrlich. Vitamin D wiederum ist sehr wichtig für die Regulation der Calciumaufnahme. Während der letzten 3 Schwangerschaftsmonate entwickelt sich das Knochengerüst, wofür eben Calcium notwendig ist. Neben den Mineralstoffen Magnesium und Phosphor wird auch sehr viel Eisen benötigt. Der Bedarf während der Schwangerschaft ist um ca. 50% erhöht. Sowohl der Fötus als auch die Mutter benötigen zur Blutbildung Eisen. Eisen wird sehr oft in Kombination mit Folsäure verabreicht. Folsäure spielt dabei eine besondere Rolle. Die Zusammenhänge zwischen Folsäuremangel und Missbildungen des Fötus (Neuralrohrdefekte) wurden inzwischen mehrfach beschrieben und gelten allgemein als anerkannt und wissenschaftlich bewiesen. Kritisch ist die Phase der Frühschwangerschaft; das Neuralrohr des Fötus, aus dem im weiteren Verlauf Rückenmark und Gehirn entstehen, schließt sich am 28. Schwangerschaftstag. Also muss zu diesem Zeitpunkt eine optimale Folsäureversorgung gewährleistet sein. Frauen, die schwanger werden möchten, sollten daher im Idealfall bereits vor der Empfängnis auf ihren Folsäurehaushalt achten, denn durch die Einnahme der Anti Baby Pille ist der Folsäurevorrat im Körper meist reduziert. Folsäure kann auch helfen, das Risiko von Schwangerschaftskomplikationen zu senken. Auch nach der Geburt sollte auf ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen geachtet werden, einerseits, um sie dem Kind mit der Muttermilch zuzuführen, anderseits, um das Wohlbefinden der Mutter zu steigern.