„Im Labyrinth der Erzählung“

Erstellt von Daria Daniaux | |   Print-Artikel

Am Samstag, den 14. Mai, begaben sich die Besucher unter der Leitung von Regisseur Andreas Pronegg für 75 Minuten ins „Labyrinth der Erzählung“ durch das Wohnheim Lohbach. Die Hauptdarsteller / Erzähler waren Bewohnerinnen und Bewohner der ISD Wohnheime Lohbach und Reichenau. Als Unterstützung wirkten fünf Schülerinnen aus Innsbruck und Hall mit (der Ursulinen, des Gymnasiums an der Kettenbrücke und der Franziskaner). An unterschiedlichen Schauplätzen der außergewöhnlichen Architektur lauschten wir den Geschichten eines Hauses, oder besser, den zahlreichen Erzählungen seiner Bewohnerinnen und Bewohner. Besonders beeindruckend war die Inszenierung eines Freilicht- 3D-Kinos, wo die Besucher bei einem Glas Wein oder Saft auf einer Aussichtsterrasse vor der Kulisse Kranebittens und des dahinter liegenden Bergpanoramas saßen. Währenddessen konnten sie die jungen Akteurinnen beim Ballspiel auf dem Feld beobachten und zugleich lustigen aber auch zutiefst berührenden Geschichten älterer und betagter Menschen zuhören. Auf einer anderen Terrasse zeigte ein Bewohner seine Tischtenniskünste und nach einem Kurzvideo im Gesellschaftsraum konnte ein anderer seine Gesangskünste unter Beweis stellen. Während und zwischen den verschiedenen Stationen tauchte immer wieder die „Erinnerung“ in Form eines Engels (Michelle Daniaux) auf, die einmal aus einem höher gelegenen Fenster im Innenhof ein Lied sang oder im Vorbeihuschen, die Besucher mit ihren Flügeln berührte, bevor sie wieder verschwand. Die große Bedeutung des Erzählens und des Zuhörens sowie der reichhaltige Erfahrungsschatz unserer älteren Mitmenschen fand in und um die Mauern dieses interessanten Gebäudes die idealen Rahmenbedingungen für ihre unkonventionelle Darbietung! Wir freuen uns auf eine Fortsetzung, denn zu erzählen gibt es noch viel…

von links: Mag. Elisabeth Pasqualini (Heimleitung), Regisseur Andreas Pronegg, Michelle Daniaux, Walter Kurz