Jugend und Sport in unserem Stadtteil (Die Grünen)

Erstellt von GRIn Mag. Uschi Schwarzl | |   Politischer Beitrag

Es ist etwas einseitig, wenn primär PolitikerInnen – zu denen ich mich selbst auch zähle – über die Wünsche und Bedürfnisse Jugendlicher reden und schreiben. Eigentlich sollte Stadtpolitik alles daran setzen, dass junge Menschen ihre Bedürfnisse selber einbringen können und dass diese Bedürfnisse dann auch ernst genommen werden.

Dennoch weiche ich der Fragestellung natürlich nicht aus und greife dabei auf eigene Erfahrungen und eine städtische Jugendstudie aus dem Jahr 1999 zurück: Generell glaube ich – und das bestätigt auch diese Studie -, dass Sport in Vereinen zwar nach wie vor sehr wichtig ist, dass aber v.a. ältere Jugendliche, deren Freizeit schulisch oder beruflich bedingt ohnehin äußerst knapp bemessen ist, eher zu informellen, also vereinsungebundenen Sportarten tendieren. Roller-Skaten, Skate-Boarden, Skooter-Fahren, Snow-Boarden ... sind Sport, aber auch Ausdruck von Jugendkultur, die im Stadt(teil)bild und nicht abseits und ungesehen stattfinden will. Kommunale Sport- und Jugendpolitik muss daher in Zukunft bemüht sein, städtische Sportanlagen neben dem Vereinssport auch offenen Gruppen zugänglich zu machen, Räume für sogenannte Trendsportarten zu schaffen (dies geschieht ja derzeit im Stadtteil) und ganz einfach Freiräume, in denen sich Jugendliche ohne Zwang und Disziplinierung treffen können, zuzulassen.