Jungsein in Hötting-West ...

Hötting-West ist ein junger Stadtteil mit einem relativ hohen Jugendanteil an der Gesamtbevölkerung. Daher kommt sowohl der offenen als auch der Jugendarbeit in Institutionen und Vereinen eine große Bedeutung zu. Betreuungseinrichtungen helfen den Eltern bei der Entwicklung der Persönlichkeit ihrer Kinder, wobei diese von der VP-Fraktion stets unterstützt wurden und werden. Immerhin gibt die Stadtgemeinde Innsbruck jährlich nicht weniger als 1,3 Mio. € trotz ihres bekannten Sparkurses für Kinderbetreuung aus, was deutlich deren Stellenwert in unserer Stadt ausdrückt. In den letzten Jahren hat man einen deutlichen Paradigmenwechsel vorgenommen. Ohne die Jugendarbeit in den Vereinen und Institutionen zu schmälern, wurde die offene Jugendarbeit insbesondere in den Jugendzentren, so auch in Hötting-West, besonders gefördert, denn nicht alle Jugendlichen wollen und können sich in Vereinsstrukturen eingliedern. Allerdings wünschen sich auch diese Bezugspersonen, an die sie sich wenden können und die sie in den Betreuern der Jugendzentren auch finden. So wurden die Jugendzentren zunehmend zu wichtigen "Lernorten" neben und gegenüber den traditionellen Institutionen des Erziehungs- und Bildungswesens. Deren Grundprinzip ist die Partizipation der Jugendlichen bei starker Berücksichtigung der sozial Schwachen, welcher Nationalität oder Religion sie auch immer angehören. Damit besteht die Chance gewisse soziale Konfliktherde zu entschärfen, die aus der Entsolidarisierung und Individualisierung der Gesellschaft entstehen.

So wirkt die offene Jugendarbeit prophylaktisch und ergänzt die Arbeit der Jugendämter und der Jugendwohlfahrt, der ambulanten Familienbetreuung und des Kinderschutzes. Zur Schaffung einer Vermittlungsstelle hat die Gemeinderätin unserer VP-Fraktion Elfriede Moser den Antrag im Gemeinderat gestellt, eine "Hotline" für Kinder und Jugendliche einzurichten.

In Hötting-West ist die Infrastruktur für die Jugendbetreuung durchaus zufriedenstellend. Wir verfügen über gute Schulen und Kindergärten, über ein anerkannt gut geführtes Jugendzentrum und über den größten Spielpark Innsbrucks am Lohbach im Ausmaß von 15.000 m². Für Problemfälle steht die Familienberatung des KIST 74 zur Verfügung.

Allerdings gibt es auch immer wieder Probleme mit Jugendlichen, die die gesellschaftlichen Grenzen nicht akzeptieren. Ihnen kann nur durch die stärkere Zusammenarbeit zwischen Eltern, Schulen und dem dichten Netz von außerschulischen Einrichtungen geholfen werden, wobei jedoch eines festgehalten werden muss: Die letzte Verantwortung tragen die Eltern, die aus dieser auch nicht entlassen werden können.