Jungsein in Hötting-West ...

Erstellt von DIE INNSBRUCKER GRÜNEN, LA Mag. Uschi Schwarzl | |   Politischer Beitrag

der Selbstsuche, des in Frage Stellens, ... Es gibt in unserem Stadtteil viele Einrichtungen, die Jugendlichen dafür Platz bieten - Pfarrgruppen, Sportvereine, Pfadfinder oder das Jugendzentrum.
Aber "organisiertes" Jungsein ist Phasen unterworfen und nicht jedermanns/fraus Sache. Jugendliche wollen sich auch unorganisiert öffentliche Räume aneignen, denn sie sind Teil der Stadt. Das führt mitunter zu Konflikten ... Das gab es auch, als ich jung war, allerdings mit dem Unterschied, dass es damals mehr Freiräume und weniger Zumutungen - wie z.B. Verkehrslärm - gab. Wir leben in einer Stadt, in einem dicht besiedelten Stadtteil. Nutzungskonflikte auch zwischen Jung und Alt wird es daher immer geben. Wir sollen diese nicht bagatellisieren, aber auch nicht aufbauschen oder gar kriminalisieren, sondern mit ihnen vernünftig umgehen. Jugend-Streetwork im Stadtteil ist dazu ein wichtiger Beitrag, genauso wie der Dialog in den Stadtteilgremien. Diese aufrecht zu erhalten und auszubauen, Jugendliche mehr in die Stadtteilplanung einzubinden, erscheint mir wichtig, und vor allem das Bewusstsein zu stärken, dass Jugendliche nicht nur Probleme machen, sondern auch ganz individuelle Stärken und Fähigkeiten haben. Diesen eine Chance zu geben, ist Aufgabe einer Gesellschaft und der Politik. Doch Globalisierung und Sozialabbau treffen auch junge Menschen. Ob Jobsuche oder wackelige soziale Absicherung bis ins Alter, die Perspektiven sind nicht immer rosig und der Leistungsdruck ist enorm. Ich sehe daher vor allem bildungs- und sozialpolitischen Handlungsbedarf. Denn in einer Gesellschaft mit Chancen, Perspektiven und sozialer Sicherheit für alle werden Konflikte minimiert und vor allem gelöst anstatt verlagert.