Kinderhaut und Sonnenschutz: Sonnenschutz bedeutet Hautschutz!

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Die menschliche Haut verfügt über wirkungsvolle Mechanismen zum Schutz vor UV-Strahlung. Die Pigmentierung der Haut weist aber große individuelle Unterschiede auf. Vor allem die kindliche Haut ist wesentlich empfindlicher für UV-Schäden, weil sie noch nicht alle Schutzmechanismen besitzt und die Haut keinen einzigen Sonnenbrand vergisst! Besondere Vorsicht ist in den ersten fünf Lebensjahren geboten, wobei Säuglinge überhaupt nicht der Sonne ausgesetzt werden sollten. Die meisten Sonnenschäden entstehen bis zum 20. Lebensjahr : 20 bis 30 Jahre später zeigen sich dann häufig die Konsequenzen von vorzeitiger Hautalterung und im schlimmsten Fall durch auftretenden Hautkrebs. Die Sonnenexposition sollte zwischen 12 und 15 Uhr vermieden bzw. reduziert werden. Die Bekleidung einschließlich einer Kopfbedeckung stellt die einfachste Form des Sonnenschutzes dar. Sonnenprodukte für Kinder sollten einen möglichst hohen Lichtschutzfaktor aufweisen und 15 bis 30 Minuten vor der Sonnenexposition aufgetragen werden. Der Lichtschutzfaktor ist ein Maß für den UVB-Schutz und gibt an, um wie viel länger die Haut der Sonne schadlos ausgesetzt werden kann. Für den UVA- Schutz ist auf das genormte UVA-Logo auf der Verpackung zu achten! Generell gibt es zwei verschiedene Arten von Lichtschutzfiltern, mineralische und chemische. Mineralische Lichtschutzfilter sind Partikel, die die Sonnenstrahlen reflektieren, wie zum Beispiel Titandioxid und Zinkoxid. Chemische Lichtschutzfilter gehen eine Verbindung mit der Haut ein, ziehen also leicht ein, absorbieren danach die UV-Strahlen und machen sie so unschädlich. Für empfindliche Haut gibt es Cremes und Lotionen ohne Duft-, Konservierungs- und Farbstoffe. Da manche chemische Lichtschutzfilter aber Allergien auslösen können, empfiehlt es sich, bei Kindern weitgehend Produkte mit mineralischen Filtern zu verwenden. Von hochwertigen Produkten, wie sie in Apotheken erhältlich sind, ist ein zuverlässiger Schutz zu erwarten, allerdings nur dann, wenn ein Produkt mit geeignetem Lichtschutzfaktor verwendet und in ausreichender Menge aufgetragen wird. Zudem ist zu bedenken, dass mehrmaliges Eincremen die Schutzzeit zwar nicht verlängert, aber notwendig ist, um Verluste durch Baden Schwitzen, oder Handtuchabrieb wieder auszugleichen.