Kranebitter "Hoangart"

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Wussten Sie, dass das Wort "Hoangart", auch "Huangart", vom Wort "Heimgarten" kommt? Schon in althochdeutscher Zeit wurde das lateinische "forum" = "Marktplatz" mit "heimgart" übersetzt. Damit war nicht der private Hausgarten gemeint, sondern eine abgegrenzte Wiesen-Fläche, wo sich die Dorfbewohner trafen, um sich auszutauschen, sich zu beraten, aber auch zu feiern, auf alle Fälle beisammen zu sitzen.

Beim "Hoangart" beisammen saßen auch die Kranebitter Ende Oktober bei einer Speckjaus'n und einem Glasl Wein. Die alteingesessenen Familien (Rimml, Spörr, Plattner) waren bestens vertreten und erzählten, wie man in Kranebitten früher gelebt hat, als man z.B. nach Völs - wohl zu Fuß - in die Volksschule gehen musste. Neben harter Arbeit, meist auf dem Feld oder im Wald, kamen vor allem die Kranebitter Kinder schon auch zum Schifahren oder Baden in den Innauen zusammen. 14 Kinder sollen es gewesen sein im alten Weiler.

Eine große Anzahl von Aufnahmen - Originale von den Kranebitter Familien zur Verfügung gestellt - bot einen umfassenden Eindruck von der alten Kranebitter Zeit und weckte manche Erinnerung vor allem bei den "ältesten" Bewohnern.

Vater Martl Plattner auf der Teufelsgeign, sein Sohn Toni mit der Gitarre und Pepi Klingler auf der Ziachorgel sorgten mit echter, schneidiger Volksmusik für beste Stimmung.