Lange Nacht der Forschung

Erstellt von Silvia Prock | |   Print-Artikel

ein großes Fest der Wissenschaft für die ganze Familie

Der Technik-Campus ist seit seiner Gründung im Jahre 1969 ein aktiver Bestandteil des Stadtteils Hötting-West und feiert heuer sein 40-jähriges Bestehen. Zur Jubiläumsfeier im Mai kamen auch zahlreiche BesucherInnen aus der näheren und weiteren Umgebung, um sich ihre Universität einmal anzuschauen. Diese Möglichkeit, in einer offenen und ungezwungenen Atmosphäre mehr über Wissenschaft und Forschung zu erfahren, bieten am 6. und 7. November auch der Aktionstag der Jungen Uni und die Lange Nacht der Forschung. Während am Aktionstag Schülerinnen und Schüler am Technik- Campus Wissenschaft und Forschung hautnah erleben können, öffnen während der Langen Nacht der Forschung Forschungsstätten in ganz Innsbruck ihre Türen für Nachtschwärmer. Die Lange Nacht der Forschung findet zeitgleich auch in Wien, Linz, Tulln, Krems, Graz, Salzburg und Dornbirn statt, sodass dieser Samstag Abend ganz im Zeichen der Wissenschaft steht. In Innsbruck geben die Universität Innsbruck, die Medizin Uni und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die von der Tiroler Zukunftsstiftung koordiniert werden, Einblick in die Arbeit an den heimischen Forschungsstätten. Die mehr als 100 Einzelprojekte reichen von der Grundlagenforschung bis hin zur konkreten Anwendung von wissenschaftlichen Erkenntnissen. Viele interessante (Mitmach-) Experimente, informative Vorträge und der direkte Kontakt zu den ForscherInnen bilden den Rahmen für einen interessanten Abend und eine spannende Nacht. Gerade die Technik bietet ja sehr viel Praktisches, man denke nur an das Wasserbaulabor, in dem die Strömungsverhältnisse in großen Flüssen oder für Staudämme simuliert werden können, oder das Holzbaulabor, wo Sie während der Langen Nacht der Forschung selbst als Baumeister auftreten und sich im Brückenbau versuchen können. Aber nicht nur auf der Technik, sondern auch in den anderen Forschungseinrichtungen in ganz Innsbruck erfahren sie mehr über das Leben am Mars und was im Kochtopf der Bergknappen vor über tausend Jahren brodelte oder erhalten Antwort auf die Frage, warum man 200 Elefanten auf eine Bleistiftmine stellen kann. Oder haben Sie sich schon einmal darüber Gedanken gemacht, wie viel Physik in den Ohren steckt oder ob fleischfressende Pflanzen gefährlich sind? Ein breites kulturelles Angebot mit fremdsprachigem Theater, interkulturellen Forschungsprojekten und Vorträgen vor allem im Haupthaus der Universität am Innrain runden den Abend ab. An der Medizinischen Universität erfahren Sie, warum der Ötzi heute PatientInnen nützt und welche Impfungen empfehlenswert sind. Weiters können Sie sich in der Gesundheitsstraße des Frauengesundheitszentrums ihr ganz persönliches Herzinfarktrisiko ermitteln lassen. Spezielle Shuttlebusse der IVB bringen sie schnell zu den verschiedenen Standorten. Nachdem Sie ihren wissenschaftlichen Durst befriedigt haben, können sie auch ihren Hunger in den Mensen, die die ganze Nacht geöffnet sind, stillen. Der Besuch der Stationen und die Benützung der Busse sind kostenlos. Neugierig geworden? Dann kommen Sie mit ihrer Familie und nehmen Sie teil an einer bunten, unterhaltsamen aber auch informativen Langen Nacht der Forschung! Ein Tipp zum Schluss — schauen Sie sich vorher das Programm der Langen Nacht der Forschung unter www.uibk.ac.at/lndf an.