„Leben und Wohnen in Kranebitten“

Unter diesem Titel wurde im letzten Jahr von Studierenden des Instituts für Soziologie an der Universität Innsbruck ein Projekt durchgeführt. Die Projektleiterin, Frau Dr. Elisabeth Donat, hat nach dem im heurigen Frühjahr abgehaltenen Workshop die Ergebnisse in der Stadtteilversammlung am 15. November in Kranebitten einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Und das unter Beteiligung einiger interessierter Stadtpolitiker: VBM Gruber, StRin Schwarzl und die GRInnen Keuschnigg, Fritz und Weiskopf – alle haben aufmerksam zugehört. Die Studie hat bestätigt, dass sich die vom Verein INITIATIVE LEBENSRAUM KRANEBITTEN bearbeiteten Themen mit den Wünschen und Vorstellungen der Bewohner von Kranebitten decken. Für das auch laut Studie wichtigste Thema – die Nahversorgung – bietet sich derzeit gemäß Aussage von Frau BMin Oppitz-Plörer, die leider terminlich verhindert war, eine „historische Chance“: es gäbe einen namhaften Betreiber, Politik bis zur höchsten Ebene und Bevölkerung unterstützen das Ansinnen. Jetzt braucht es aber den guten Willen und die Bereitschaft jener, die die angedachten Räumlichkeiten zur Verfügung stellen könnten. Viribus unitis – mit vereinten Kräften müsste das zu schaffen sein. Was gerade für die jungen Familien in Kranebitten wichtig ist, das wäre eine zukunftsorientierte Kinderbetreuungseinrichtung. Es gibt ja das Modell der „alterserweiterten“ Gruppen, also Klein- und Kindergartenkinder werden gemeinsam betreut. Denn auf die Kleinkindergruppe „Kranewittchen“ wollen wir nicht verzichten! Hier laufen die Gespräche und wir sind zuversichtlich, dass es zu einer guten Lösung kommt. Für die Jahre andauernde Grillproblematik am Kranebitter Spielplatz zeichnet sich eine für alle Betroffenen gute Lösung ab. Wir dürfen eine Umsetzung bereits für das kommende Jahr erwarten. Eine Vielzahl an weiteren Themen wurde besprochen und wird weiter bearbeitet. Der Bezug zur Studie ist klar hergestellt, wo z.B. auch das Thema „Lärm“ ein sensibles und viele Kranebitter betreffendes ist. Hier gibt es Lösungs- und Verbesserungsmöglichkeiten. Es braucht aber die Bereitschaft seitens der Verursacher und Verantwortlichen, etwas zu tun. Kranebitten blickt hoffnungsvoll in die Zukunft. Die Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung kann als gut bezeichnet werden. Der Stadtteilverein wird mit dem guten Rückhalt aus der Bevölkerung und in Zusammenarbeit mit der Politik seinen eingeschlagenen Weg weiter beschreiten und alle für Kranebitten und seine Bewohner wichtigen Themen aufgreifen, bearbeiten und an die Politik zur Entscheidungsfindung weiter geben. Eine derartige Studie der Universität ist jedenfalls ein empfehlenswertes, ja unverzichtbares Mittel für eine lösungsorientierte Arbeit und mit Sicherheit auch für andere Stadtgebiete und Gemeinden geeignet – nicht nur in Innsbruck, nicht nur in Tirol.