Leserbrief

Danke ihr mutigen Menschen, dass ihr hinschaut, wenn ein Kind in eine unangenehme Situation gekommen ist. Dass ihr euch einmischt und eine Lösung sucht. Wie zum Beispiel der Herr in Allerheiligen, der feststellte, dass ein Nachbarkind den Haustürschlüssel hat steckenlassen - beim Weggehen zur Schule. Er hat versucht, dem Kind den Schlüssel durch SchulkollegInnen nachzureichen und sprach vom Auto aus ein Schulkind an. Das Kind muss sehr erschrocken darüber sein. Sofort zu unterstellen, ein Mann möchte ein Kind mit einem solchen „Schlüsseltrick“ in sein Auto locken ist eigentlich nicht fair - aber die Besorgnis mag verständlich werden, wenn man sich das Leid von Entführungsund Missbrauchsopfern vor Augen hält. Wir alle sollten uns aber von den wenigen, die Vertrauen missbrauchen, nicht davon abbringen lassen, jeden Tag wieder neu mit dem Vertrauen anzufangen. Vielleicht sollten wir unseren Kindern auch zutrauen und sie ermutigen, rasch und genau hinzuschauen, ob eine Situation gefährlich ist oder nicht. Danke jedenfalls dem Herrn fürs Kümmern - und für sein Verständnis für den Wirbel – denn der war sicher sehr unangenehm für ihn.