Lustkiller Fahrradsattel?

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In den letzten Jahren kursieren immer wieder Meldungen über mögliche Zusammenhänge zwischen Fahrradfahren und Impotenz. Beim Radfahren lastet nämlich der größte Teil des Körpergewichts auf den Genitalien, anders als beim normalen Sitzen.

Gel-Sättel verringern die Druckbelastung auf Prostata, Schambein sowie Gesäßknochen um bis zu 40 %, da sich der Druck nach allen Seiten hin verteilt. Der hohe Druck der gefährdeten Dammregion wird dadurch von weniger belasteten Zonen mitgetragen. Das Gel wirkt außerdem als Stoßdämpfer: Vibrationen von der Straße werden nicht auf den Unterleib übertragen, sondern vom Gel absorbiert. Allerdings halten nicht alle Gelfüllungen, was sie versprechen. Gerade minderwertige Gele aus Silikon verschleißen schnell, unter Druck kann das Gel sich verschieben. Dadurch sammelt es sich dann wieder an den ‚heiklen‘ Stellen. Der traditionelle italienische Sattelhersteller "Sette Royal" setzt deshalb auf ein hochwertiges Gel auf Polyurethan-Basis. Dennoch sollten Sie vorbeugen: Die Sattelhöhe stellen Sie am besten so hoch ein, dass bei der unteren Pedalstellung das Bein nicht vollständig durchgestreckt ist. Auch die Herren sollten besser einen breiteren Sattel wählen und diesen etwas nach vorn kippen, dadurch wird die Sitzfläche leicht nach hinten in den unempfindlicheren Steißbeinbereich verlagert. Genauere Informationen im Fahrradfachhandel.