Magen-Darmstörungen bei Hund und Katze

Ein sehr häufiges Problem bei Hunden und Katzen stellen Störungen des Verdauungstraktes dar – welche sich in Durchfall und Erbrechen äußern. Die erste Maßnahme bei akuten Verdauungsstörungen und kaum gestörtem Allgemeinbefinden: ein 24-48 stündiger Futterentzug (bei der Katze nur 24 h!). Sehr wichtig ist frisches Wasser bereitstellen – die Flüssigkeitsverluste sind bei Durchfall und Erbrechen hoch und können bei längerer Dauer die Situation dramatisch verschlechtern. Falls sich die Situation nicht bessert, sollten Sie am zweiten Tag einen Tierarzt aufsuchen, um die Ursache festzustellen, wenn möglich zu beseitigen und die Darmgesundheit wieder her-zustellen. Abgesehen von der Behandlung durch Medikamente ist ein unter-stützender Bestandteil der Therapie eine angepasste Diät. Huhn mit Reis für 2-3 Tage ist gut, sollte aber vor allem bei Tieren im Wachstum mit Mineralstoffen ergänzt werden. Das Futter bei Magen-Darmproblemen muss hoch-verdaulich und gut verträglich sein. Eiweiß sollte im Dünndarm verdaut werden, da die Eiweißverdauung durch Dickdarmbakterien mit Gasbildung und Wassereinstrom verbunden ist (-> wässriger Durchfall). Als Kohlen-hydratquelle hat sich Reis als gut verträglicher Energielieferant bewährt. Fette – besonders hoch-verdauliche pflanzliche Öle wer-den zu über 90% im Dünndarm verdaut. Ein erniedrigter Fettgehalt im Futter ist allerdings bei Bauchspeicheldrüsen- und Magenerkrankungen wichtig. Um voluminöse Mahlzeiten zu vermeiden ist eine hohe Energie-dichte nötig und der Mineralstoffund Vitamingehalt muss erhöht sein um die Verluste auszugleichen. Durch Allergien oder Unverträglichkeiten verursachte Durchfälle benötigen spezielle Diäten.

 

Ihr Tierarzt W. Stadler