Petrus Canisiusorden für Peter und Martina Eichhorn

Erstellt von Pfarrer Franz Troyer | |   Print-Artikel

Am Freitag 26. April 2015 verlieh die Diözese Innsbruck als Dank und Anerkennung den Petrus Canisiusorden an das Ehepaar Peter und Martina Eichhorn. Der Canisiusorden in Silber zeichnet Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Medien, Kunst oder Kultur aus, welche sich in Ausübung ihrer Tätigkeit besondere Verdienste bei der Unterstützung der Kirche erworben haben.

Hier eine Auszüge aus der Laudatio durch Generalvikar Jakob Bürgler: „Martina und Peter Eichhorn leiten seit vielen Jahren den Ikonenmalkreis in Innsbruck, der seit langem im Pfarrzentrum Kranebitten beheimatet ist. Sie geben Kurse in ganz Österreich und organisieren verschiedentlich Ausstellungen und Veranstaltungen. Peter Eichhorn war zudem über viele Jahre bei der Stadtteilzeitung Westwind führend tätig und war auch eine wichtige Säule im Sozialkreis Hötting West.

Der „Ikonenkreis Innsbruck“, der derzeit über 40 Mitglieder zählt, besteht seit dem Jahr 1981 und wurde im Jahr 1991 als Verein registriert. Die Aktivitäten des Vereins umfassen das eigentliche Ikonenmalen – eine sehr komplexe, arbeits- und zeitintensive künstlerische Tätigkeit –, die ernsthafte Auseinandersetzung mit den alten Traditionen und Techniken sowie die Vermittlung und Weitergabe der Inhalte und der Symbolik des Ikonenmalens in Form von Vorträgen, Kursen und Bildungsreisen.

Ikonen sind der Inbegriff orthodoxer Frömmigkeit und bilden gleichzeitig eine Brücke zwischen den Kirchen des Ostens und des Westens. Ein besonderes Anliegen war und ist es Martina und Peter Eichhorn daher, nicht nur die künstlerische, sondern auch die religiöse Bedeutung und die ökumenische Dimension der Ikonen in Innsbruck bzw. Tirol bekannt zu machen.

Das Besondere am Ikonenmalen sei mit spontanen Äußerungen von Kursteilnehmern und Kursteilnehmerinnen festgehalten: Herauskommen aus dem Alltag, zur Ruhe kommen, Möglichkeit für Versenkung und Verinnerlichung („Es tun sich Fenster zum Himmel auf“), Innewerden des religiösen Gehalts (die Vorlagen bringen einen „unwillkürlich mit biblischen Aussagen in Kontakt“), Verbindung mit langer Tradition, Gewahr werden von und auch Fragestellungen zur orthodoxen Kirche, traditionelle Techniken und Materialien veranlassen zum Nachdenken und schaffen Einsichten (anfängliche Faszination für die Goldarbeit verbindet sich mit Bildern von Ewigkeit), es wird etwas von Wert geschaffen, auch als Geschenk wertvoll.

Die Leiterinnen des Russlandzentrums der Universität Innsbruck schätzen das persönliche Engagement wie auch die fachliche Expertise von Martina und Peter Eichhorn sehr, gleichzeitig freuen sie sich, dass sie in den vergangenen Jahren mehrfach Kooperationen mit dem Ikonenmalkreis Innsbruck eingehen und somit sowohl ihren Studierenden als auch interessierten MitbürgerInnen das Ikonenmalen näherbringen konnten. Auch ausländische Gäste reagieren stets mit Bewunderung und Hochachtung auf die Tatsache, dass im „traditionell katholischen Tirol“ schon seit mehreren Jahrzehnten Ikonen gemalt werden.“

Herzlichen Dank und Gratulation im Namen der beiden Pfarren Allerheiligen und Kranebitten.

v.l.n.r: Bischof Dr. Manfred Scheuer, Martina und Peter Eichhorn. Foto: Diözese Innsbruck/Zimmermann