Pilotprojekt im Lohbach

Es wird Platz gemacht für die Forellenbabys (Foto: Kurt Mair)

Viele Bewohner am Lohbach sahen zu, wie Fischer im August den Lohbach elektrisch leerfischten. Was geschah hier? Was sagt der Betreuer des Lohbachs, Kurt Mair, dazu?

Kurt Mair hat vor über 30 Jahren den Lohbach von der Innsbrucker Fischereigesellschaft zur Hege in Pacht genommen. Wie alle Bewohner wissen, hat Kurt Mair dies jahrzehntelang mit viel Liebe und Einsatz betrieben und den Lohbach vor einer Kanalisierung bewahrt.

Nachdem in vielen anderen Flüssen und Bächen mangels Wasserqualität keine eigene Fischbrut mehr aufkommt, hatte man seitens der Fischereigesellschaft die Idee, kleinen Bachforellen in der Größe von 3 bis 5 cm im Frühsommer eine neue Heimat zu geben. Diese Bachforellen sollen sich an das natürliche Gewässer und die natürliche Nahrung gewöhnen. Bis zum nächsten Frühjahr werden diese nun eingesetzten Jungforellen (30000 Stück) auf ca. 8 bis 10 cm angewachsen sein. Dann werden auch diese wieder abgefischt und in den Gewässern der Innsbrucker Fischereigesellschaft als Wildwuchs ausgesetzt.

Um dies aber zu erreichen, musste der Lohbach komplett von größeren Fischen freigemacht werden. Am Ende des elektrischen Ausfischens konnten über 700 Bachforellen mit bis zu fast 2 kg gezählt werden, welche in den Besitz des Fischerei-Revier-Ausschusses übergingen und in deren Gewässer wieder ausgesetzt wurden.

Der Lohbach nimmt durch diese Aktion als Aufzuchtgewässer für Forellen eine Sonderstellung unter den Tiroler Gewässern ein. Das ist nur möglich, weil sich Kurt Mair durch Jahre hindurch in vorbildlicher Art um die Reinhaltung des Baches gekümmert hat und somit die erforderlichen Voraussetzungen dafür geschaffen hat.