Seitenwind: Mädchen und Hund

Erstellt von Otto Licha | |   Seitenwind

Ich möchte gerne einiges von dem, das ich bisher geschrieben habe, Revue passieren lassen und auf seine Wirkung in der Öffentlichkeit prüfen. Da ist der Dauerbrenner IVB. Die unseren Stadtteilen versprochene Tram bzw. Regionalbahn hat den Horizont noch nicht erreicht. Immer noch zahlt ein Inhaber einer Jahreskarte für Innsbruck Stadt, wenn er über die Brücke nach Völs fährt, jenen Preis, den er auch ohne jegliche Dauerkarte entrichten müsste. Ich fragte einige Chauffeusen über den Grund: „Es ist uns selbst peinlich, aber das ist wegen dem Verkehrsbund.“ Eine andere entgegnet: „Das ist, weil es nicht mehr Zonen gibt, sondern Waben.“ Zudem erzeugen die an der Kreuzung bei Rot stinkenden Diesel- (nicht mehr Oberleitungs-) busse einen Lärm, dass man das Fenster schließen muss, um arbeiten zu können. Ein Vorverkaufsautomat ist in Kranebitten und Hötting-West weiterhin nur in der Märchenwelt vorhanden. Der verlegene Inn wurde tatsächlich verlegt, das neue Erholungs-Areal scheint zu einer durchatmenden Oase zu werden. Aber waren die paar Meter das viele Geld wert? Und warum baute man die für die Arbeiten notwendige Brücke wieder ab und verwendet sie nicht als Radund Spazierweg? Die Affen haben die Wirtschaftskrise verdaut, die Bank ihren Umbau. Die Hypo hat nach dem fast vollständigen Abtragen des alten Gebäudes und der Errichtung eines praktisch neuen eine andere Fassade und dem Stadtgrund durch das Herausrücken derselben rundum viele Quadratmeter gratis abgerungen. Tragende Stützen wurden, so scheint es, entfernt. Wo sind die neuen? Entspricht alles der eingereichten Planung? Wäre so ein Umbau auch genehmigt worden und würde sich auch niemand deswegen aufregen, wenn der Antragsteller nicht die Hypo gewesen wäre, sondern ein simpler Häuslbauer? Das Auto ist weiterhin die Krone unserer Kultur. Ihm wird nach wie vor die Sicherheit von Schülern und Studenten in der Technikerstraße geopfert. Um Lärmbelästigungen und Gefährdungen kümmert sich kein Schwein. Und dennoch gab es eine Änderung, die einer Seitenwind- Glosse folgte. Aus ihr resultiert der Titel dieses Artikels. Ihr erinnert euch an die Grünphase der Fußgänger-Ampel, die nur einem Rekordhund und einem sprintenden Schulmädchen die Überquerung der Viktor-Franz-Hess-Straße gönnte? Diese Rekorde können nun nicht mehr erreicht werden, da einerseits die Kürze der Grünphase geblieben ist, andererseits dieselbe inzwischen von den zahlreichen Vehikeln, die von der Westspange kommend noch bei Rot nach Norden abbiegen, aufgebraucht wird. Aber irgendwann werde ich auch etwas schreiben, das den Verantwortlichen für diese Stadt die Nasenflügel spreizt, sodass sie etwas unternehmen müssen. Irgendwann wird man diese Glosse auch von oben betrachten.