Spielplatz Kranebitten - die andere Geschichte

Unter dem Motto "Internationales miteinander gemeinsam lösen" hatte die INITIATIVE LEBENSRAUM KRANEBITTEN zu ihrem April-Treffen Vertreter türkischer und kurdischer Vereine, koordiniert von Herrn Hasan Yilmaz (Arbeitskreis Migration der Tiroler Grünen) eingeladen. Hauptthema dieser Sitzung war der Kranebitter Spielplatz und seine Nutzung. Die seit Jahren bestehenden Probleme sollten einmal anders angegangen werden. Die von der Stadt veranlassten Kontrollgänge wollte man durch eine gemeinsame Initiative mit den Benutzern unterstützen.

Am 13. Mai wurden 200 dreisprachige Flugblätter (Deutsch, Türkisch, Serbokroatisch) verteilt und die Familien und Gruppen in einem persönlichen Gespräch in ihrer Muttersprache auf die Wichtigkeit ihrer Mitarbeit aufmerksam gemacht.

Die Regeln auf diesem Flugblatt haben zum Ziel, dass jeder den Spielplatz so verlässt, wie er ihn betreten hat. Grillen nur im Westen der Anlage und mit mitgebrachtem, trockenem Brennmaterial, damit es nicht so raucht. Der Brunnen ist ein Trinkwasserbrunnen und nicht zum Haare- oder Geschirrwaschen zu missbrauchen. Die Sanitäranlagen sind zu benutzen und nicht der Wald.  Jeder kann und soll zur Sauberkeit und Erhaltung dieser Freizeitanlage etwas beitragen. Dass die Stadt nächstes Jahr eine fixe sanitäre Anlage errichten wird, wurde allseits sehr positiv aufgenommen.

Fazit: Die Stimmung war sehr gut. Es gab nicht eine einzige negative oder kritische Äußerung. So mancher Grill wurde weiter nach Westen getragen. Bereits der erste Erfolg. In einigen Wochen wird diese gemeinsame Aktion wiederholt. "Multikulti" hieß es in der Tageszeitung.

Es ist weit mehr.