Tagesmütter in Hötting West - „Wir haben die Kinderliebe zu unserem Beruf gemacht“

Tagesmutter Andrea Rainer, Milena Taferner und Christine Rimml betreuen in Hötting West und Kranebitten die Kinder berufstätiger Eltern. „Wir haben die Kinderliebe zu unserem Beruf gemacht“, erklären die Tagesmütter von Frauen im Brennpunkt ihre Motivation. Mit flexibler Betreuung ermöglichen sie berufstätigen Müttern den Wiedereinstieg in das Berufsleben.

Milena Taferner Foto: FiB

Andrea Rainer Foto: FiB

Mehrmals pro Woche ist bei Andrea Rainer, Milena Taferner und Christine Rimml Action angesagt! Nämlich dann, wenn ihre Tageskinder von ihren Mamas und Papas vorbeigebracht werden. Die Innsbruckerinnen, selbst Mütter von kleinen bis erwachsenen Kindern, kümmern sich um die Kleinen, während deren Eltern arbeiten gehen: „Der Beruf Tagesmutter ermöglicht ein selbständiges Arbeiten, die Tageskinder erleben ein Miteinander wie Geschwister auf Zeit. Die Betreuung ist individuell und wir können gut auf die Wünsche der Eltern und die Bedürfnisse der Kinder eingehen“, sind sich Andrea Rainer, Milena Taferner und Christine Rimml einig.

Andrea Rainer ist bereits seit fünfzehn Jahren Tagesmutter: „Als ich zwölf Jahre alt war, wusste ich schon, dass ich einmal Tagesmutter werden möchte, da meine Oma zu dieser Zeit diesen Beruf ausübte“. Die erfahrene Tagesmutter kann in ihre Arbeit – neben ganz viel Geduld und Liebe – ihre vegetarischen und veganen Kochkünste sowie Erfahrung mit Wahrnehmungsschwierigkeiten bei Kindern einbringen. „Ganz besonders gefällt mir am Beruf der Tagesmutter die Flexibilität und die verschiedenen Kulturen vereint in meiner Wohnung. Unser Alltag ist eigentlich recht gut strukturiert: Um 9.30 Uhr gibt es eine Jause, danach gehen wir ins Freie. In meiner Gegend gibt es ja einen schönen Spielplatz. Um 12 Uhr gibt es Mittagessen und danach ein Mittagsschläfchen. Nachmittag gehen wir dann nochmals raus.“

Milena Taferner mag an Kindern ganz besonders ihre Offenheit und Warmherzigkeit. Als Tagesmutter arbeitet sie seit drei Jahren: „Am Beruf der Tagesmutter mag ich den Kontakt mit den Kindern sehr! Außerdem ist die Verbindung von Beruf und Familie für mich ideal. Mit meinen Tageskindern sind wir viel am Spielplatz, entdecken die Natur, backen zu Hause, tanzen, singen und spielen gemeinsam, wir erzählen uns viel und lachen.“ Besonders wichtig ist Milena Taferner, der Tagesmutter mit südslawischen Wurzeln, ihren Tageskindern neben dem gemeinsamen Spaß und guter Laune auch selbstbewusstes Denken beizubringen.

Christine Rimml wohnt mit ihrem Mann, drei Kindern und Hund in Kranebitten: „Das Schöne an der Arbeit als Tagesmutter ist, dass ich meine Phantasie einbringen kann und viel an der frischen Luft bin. Ich schätze aber auch die jährlichen Fortbildungen, die immer wieder neue Perspektiven eröffnen. Eines der nettesten Erlebnisse mit meinen Kindern? Da gäbe es viele! Total gefreut hat mich der Heiratsantrag eines meiner Tageskinder“, so Christine Rimml, die seit fünf Jahren Tagesmutter bei Frauen im Brennpunkt ist. „Gegenseitiger Respekt, die „Augenhöhe“ zum Kind, dass Lachen und Spaß nicht zu Kurz kommen, viel Spiel, Bewegung und frische Luft – das ist mir im Umgang mit den Kindern sehr wichtig ergänzt die Tagesmutter. „Wir gehen oft in den Garten oder Wald, sammeln Material zum Basteln und Spielen. Auch den Hund lieben meine Tageskinder“, erzählt Chritstine Rimml aus ihrem Alltag.

Kleine, altersgerecht Gruppen – flexibel – ganztägig und ganzjährig

Die Betreuung durch eine Tagesmutter bietet nicht nur den Vorteil für die Kinder – in einer kleinen, altersgerechten Gruppe von max. vier Tageskindern individuell in ihrer Entwicklung begleitet und gefördert zu werden, sondern ermöglicht auch berufstätigen Eltern mit der Ganztages- und Ganzjahresbetreuung ein sehr hohes Maß an Flexibilität und Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

„Unsere Arbeit bietet schon Herausforderungen, aber der Verein Frauen im Brennpunkt und erfahrene Tagesmutter-Kolleginnen, stehen einem mit Rat und Tat zur Seite,“ so Andrea Rainer, Milena Taferner und Christine Rimml über ihren Arbeitsalltag.

Tagesmütter werden in einem dreimonatigen, zertifizierten Kurs professionell ausgebildet und arbeiten flexibel und ganzjährig. Sie betreuen bis zu vier Kinder in ihrer eigenen Wohnung. Alle Tagesmütter von Frauen im Brennpunkt stehen in einem arbeits- und sozialrechtlich abgesicherten Dienstverhältnis. Derzeit arbeiten rund 55 professionell ausgebildete Tagesmütter in den Bezirken Innsbruck, Innsbruck-Land, Reutte und Schwaz für Frauen im Brennpunkt und betreuen insgesamt über 200 Kinder.

Kontakt zu „Frauen im Brennpunkt“

Mehr Informationen zum Thema erhalten sie Montags bis Freitags von 8.00 bis 12.30 Uhr unter der Telefonnummer 0512/ 58 76 08 oder via Mail an info@fib.at bzw. auf der Homepage des Vereins Frauen im Brennpunkt: www.fib.at