Was geschieht mit der ehemaligen Postfiliale Hötting-West?

Die Stadt Innsbruck hat im September 2013 einen BürgerInnen-Beteiligungsprozess zu Ideenfindung für die weitere Nutzung dieses Gebäude in der Viktor-Franz-Hess-Straße gestartet. Ergebnis dieses Prozesses waren Nutzumgsideen, die als gewichtete Szenarien dem Gemeinderat als Entscheidungsgrundlage übergeben wurden. Können Sie uns mitteilen, wie seitens der Stadtgemeinde in dieser Angelegenheit entschieden wird.

Vorab ein herzliches Danke an all jene VertreterInnen von Organisationen und Institutionen im Stadtteil, die sich am Ideenfindungsprozess zur Nachnutzung der Post beteiligt haben. Es ist nicht selbstverständlich, Freizeit so intensiv für die Allgemeinheit zu investieren. Danke auch an alle jene, die über die Ideenbox ihre Vorschläge eingebracht haben. 

2013 fand der Prozess statt, Anfang 2014 wurde der Ergebnisbericht mit den gereihten Vorschlägen Stadtteilzentrum, Außenstelle der MÜG und Gesundheitszentrum dem Gemeinderat übermittelt. Jetzt ein Jahr später ist es daher nur allzu verständlich, dass der Westwind stellvertretend für die AktivbürgerInnen nachfragt, wann es denn zur Umsetzung ihrer Vorschläge kommt.

Stand ist folgender: Im April 2014 hat der Stadtsenat den von der Bevölkerung mehrheitlich mitgetragenen Nutzungskonzepten MÜG-Außenstelle und Stadtteilzentrum grundsätzlich zugestimmt und die Innsbrucker Immobilien GmbH. (IIG) in Abstimmung mit den Magistratsabteilungen um Umsetzungsplanung ersucht. Pläne und Kostenschätzungen für die Varianten Innsbrucker Soziale Dienste GmbH. (ISD) als Stadtteilzentrum und Außenstelle MÜG liegen zum Teil vor, wurden jedoch aufgrund der fehlenden budgetären Bedeckung im Jahr 2015 noch nicht den entsprechenden Gremien zur Umsetzung vorgelegt.

Als Grüne hoffen wir und werden uns auch dafür einsetzen, dass ein inhaltliches Gemeinwesenarbeits-Konzept für ein Stadtteilzentrum noch in diesem Jahr in Absprache mit den AktivbürgerInnen erstellt wird und im Jahr 2016 mit entsprechender budgetärer Bedeckung die Umsetzung der beiden neuen Nutzungen erfolgt.

Abschließend eine persönliche Anmerkung: Der Beteiligungsprozess in Hötting-West war auch für die Stadtkoalition der erste größere dieser Art nach der Gemeinderatswahl 2012. Aus ihm zu lernen heißt für mich: Beteiligungsprozesse dann starten, wenn klar ist, dass die Ergebnisse auch zeitnah umgesetzt werden können und die entsprechenden Mittel dafür vorhanden sind. In diesem Sinne verstehe ich die berechtigte Ungeduld etlicher engagierter Menschen vor Ort sehr gut, ersuche aber gleichzeitig um Verständnis dafür, dass manche Lernprozesse auch in der Politik manchmal etwas länger dauern.