Was ich schon immer sagen wollte ...

Erstellt von Lilli von La Sorella | |   Print-Artikel

Nun sind wohl auch die letzten aus dem Sommerurlaub zurückgekehrt, die Schule hat schon vor Ewigkeiten - so kommt es vielen vor - wieder begonnen. Viele erzählen noch von der wunderbaren Ferienzeit, die mit der jetzigen Arbeitszeit in Kontrast steht wie weiß mit schwarz, so scheint es.

Doch war wirklich alles nur Sonnenschein im Urlaub, gab es nicht auch graue Wölkchen, verursacht durch unterschiedliche Erwartungen der Familienmitglieder, den Stress des Unbekannten, mitgeschleppte Alltagsprobleme?

Wenn im Sommer auch Eintrübungen möglich waren, vielleicht gibt es im tristen Herbst der Arbeitswelt auch ein paar Sonnenstrahlen?

Wir verbringen ungeheuer viel Zeit beim Arbeiten. Und meist schimpfen wir darüber. Was es uns an Positivem bringt, bedenken wir gar nicht. Außer dem Geld, das eine sehr handfeste Art des Dankes darstellt, ist die Selbstbestätigung durch eine nutzbringende Tätigkeit unersetzbar. Sozialkontakte, Gebraucht-werden - viele Arbeitslose und etliche Pensionistinnen und Pensionisten schätzen erst im Nachhinein, was sie verloren haben. Betrachten wir unsere Arbeit einmal als das halb leere bzw. halb volle Glas Wasser. Schauen wir zur Abwechslung genauer auf die guten Seiten!

Unser Gejammer ("Schon wieder Montag!") übernehmen auch die Kinder und Jugendlichen, deren Arbeit die Schule ist. Ein guter Teil dieses Widerwillens gegen die Stätte des Lernens entsteht durch das Nachsprechen und Nachahmen des oft Gehörten. Alle finden Schule blöd, das muss ich natürlich auch, sonst wäre ich wohl nicht normal oder etwa sogar uncool! Dabei gibt es so viele Unterrichtsgegenstände, können die alle uninteressant sein? Lasst uns im Alltag Ausschau halten nach erfreulichen Dingen, erleben wir den Arbeitstag als erfolgreich bewältigte Herausforderung, halten wir uns an das halb volle Glas Wasser!