Weiberwind

Erstellt von G.M. | |   Weiberwind

„Gemeinsam Zukunft gestalten“ – das klingt wirklich gut und so hieß der Ideenwettbewerb des Zukunftszentrums, das die fünf Siegerprojekte vor kurzem zu einer abschlie-enden Pressekonferenz einlud. Ideen gibt es ja viele, aber mit der Umsetzung hapert es meist, sie kostet Energie und Zeit, unerwartete Stolpersteine inbegriffen. Neben unseren Begegnungstreffen für Frauen wurden folgende beeindruckende Aktionen präsentiert:

  • Ein Stadtteil wurde erkundet und fotografiert – von Menschen unterschiedlichster Lebenssituationen und Altersgruppen – und mehr Gemeinschaft entstand.
  • Ein Garten wurde bepflanzt und brachte Menschen mit verschiedenem kulturellen Hintergrund zusammen.
  • Ein Mittagstisch gibt behinderten Menschen eine Aufgabe und SeniorInnen eine schmackhafte Mahlzeit und weniger Einsamkeit.
  • Wohngemeinschaften tauschen Wohnraum gegen Hilfe im Alltag, eine soziale Begegnung der besonderen Art.

Es ist erhebend zu sehen, wie viel in kurzer Zeit zur Stärkung des Zusammenlebens getan werden kann und getan wird. Auffallend dabei ist, - oder fällt es uns schon nicht mehr auf, weil es uns normal erscheint – dass diese Menschen, die so engagiert ihre Kraft in das „Gemeinsam Zukunft gestalten“ investieren, fast alle Frauen sind. Viel Arbeit dabei geschieht ehrenamtlich. Hintergründe und Folgen sind es wert, länger darüber nachzudenken. Sind dabei die Frauen zu bedauern oder die Männer, die freiwillig auf eine großartige Chance für persönliches Wachs-tum und sinnerfülltes Leben verzichten?