Wenn junge Menschen keinen Ausbildungsplatz finden

Aufgrund der Brisanz des Themas „Jugendarbeitslosigkeit“ sollen in diesem Artikel zwei Jugendliche zu Wort kommen, die selbst unmittelbar davon betroffen sind.

Gregor, 15 Jahre (Name verändert): „Es isch oanfach deprimierend, wenn ma schu die 50ste Bewerbung schreibt und ma kriagt nur Absagn, oda die Leit meldn sich überhaupt nit. Wenigschtns des kanntn sie tuan. Und es isch ziemlich fad, wenn alle Kollegn arbeiten sein und ma selba nur dahoam sitzt und sich langweilt. Da isch es wieda guat, dass es is JUZE gibt, wo ma hingehn kann und wo oam a gcholfen wead bei da Jobsuche.“

Melli, 15 Jahre (Name verändert): „I suach jetzt scho seit 2 Monat a Arbeitsstell und bis jetzt hab i nur Absagn kriagt oder es hat goa koa Antwort gebn. Und des, obwohl i mi echt bemüh… und jetzt muaß i so an komischn Kurs vom AMS gehn, der mi eigentlich goa nit intressiert, weil da überhaupt nit des gmacht wead, was i eigentlich spata amal machn mecht. Grad in dea bleden Zeit isch es guat, dass i ins JUZE gian kann, wo ma a viel gcholfen worden isch und wo die Leit für mi da sein.“

Der Tag kann sehr lang sein, wenn man darauf wartet, endlich eine positive Reaktion auf ein Bewerbungsschreiben zu bekommen. Genau hier ist das Jugendzentrum eine wichtige Einrichtung und Anlaufstelle, die danach strebt, den Jugendlichen, unter denen auch viele auf der Suche nach einer Lehrstelle sind, die Zeit des Wartens so angenehm wie möglich zu gestalten. Gespräche über ihre Situation als arbeitslose Jugendliche, sowie die Ablenkung von ihren Sorgen durch Freunde, Musik und Spiele, helfen den Jugendlichen mit dieser problematischen Situation umzugehen. Auch beim Verfassen von Bewerbungsschreiben werden die Jungs und Mädels tatkräftig unterstützt. Sie können hier zusammen mit den BetreuerInnen komplette Bewerbungsmappen erstellen und mit nach Hause nehmen. Das BetreuerInnenteam ist bestrebt, für jede/n Jugendliche/ n, die/der auf der Suche nach einer Lehrstelle ist, einen geeigneten Platz zu finden, und sie über die zahlreichen Angebote des Tiroler AMS zu informieren.