Wer Hass sät, wird Hass ernten

Nach wie vor sind alle friedlich gesinnten Menschen entsetzt über die schrecklichen Ereignisse in Amerika. Zur Trauer über den Tod so vieler unschuldiger Menschen kommt die große Sorge, dass Rache und Vergeltung in eine grauenvolle Spirale des Hasses, der Gewalt, der Zerstörung und des Todes führen

könnten.

In tausend Kommentaren werden Gründe analysiert, wie es so weit kommen konnte. Das muss hier nicht wieder geschehen. Aber eines ist uns deutlich bewusst geworden: unser Miteinander bei aller legitimen Vielfalt gesellschaftspolitischer und weltanschaulicher Meinungen ist in neuer Weise auf den Prüfstand der Redlichkeit gerufen. Und dazu muss ich zunächst einmal gar nicht den Glauben bemühen.

Und noch eines: angesichts der drohenden Eskalation von Gewalt relativiert sich vieles, was uns - durchaus berechtigt - wichtig erscheint. Wir sollen uns weiterhin einsetzen für eine gute Infrastruktur zum Wohl der Menschen. Aber wir sollen es mit Augenmaß tun, das heißt: wir sollen in allen Auseinandersetzungen den "Geist des Miteinander" nicht aus dem Auge verlieren. Wie sollen Frieden und Gerechtigkeit in der großen Welt gelingen, wenn wir uns in unserer kleinen Welt oft so schwer tun?

Das Grauen von Amerika (und weltweit) muss auf- und wachrütteln!