Wie sicher ist unser ständig wachsender Stadtteil im Westen von Innsbruck? (FÜR INNSBRUCK)

Erstellt von GRin Brigitte Lercher | |   Politischer Beitrag

Die Wachzimmer der Polizei befinden sich in Innsbruck ausschließlich im Zentrum und in den östlichen Stadtteilen, ebenso die Rettungs- und Feuerwehrzentrale. Durch die zunehmenden Verkehrsbehinderungen am Südring besteht die Gefahr, dass wir hier im Westen von diesen Einrichtungen immer mehr abgeschnitten werden. Wurden seitens der Politiker schon Lösungsmöglichkeiten angedacht?

Sicherheit hat viele Erscheinungsformen: die soziale Sicherheit, die öffentliche Sicherheit, die innere Sicherheit, die äußere Sicherheit, Sicherheit im Straßenverkehr, Sicherheit in den Schulen, Sicherheit in der Familie, Sicherheit in der Gesellschaft, etc.

Sicherheit in all ihren Erscheinungsformen ist eine Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben auch in unserer Stadtteilgemeinschaft. Sie ist eine unabdingbare Voraussetzung für die Lebensqualität in unserer Stadt insgesamt.

Die Bürger unserer Stadt dürfen zu Recht von der Polizei erwarten, dass sie ihnen wirksamen Schutz vor Rechtsbrechern bietet.

Ob Sicherheit gegeben ist, kann
aber nicht ausschließlich vom Vorhandensein oder Nichtvorhandensein eines Wachzimmers im eigenen Stadtteil beurteilt werden.

Veränderungen in unserem Wertesystem, verstärkter Individualismus und weltweite Globalisierung - diese Trends unserer Zeit bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die Kriminalität und auf das Sicherheitsgefühl des Einzelnen.

Ich will die Familie nicht für alles verantwortlich machen, aber dort, in der Erziehung durch die Eltern, in der Unterstützung dieser Erziehungsarbeit durch die Schulen werden die sozialen Grundlagen gelegt. Wertevermittlung heißt hier das Stichwort, und wo dies nicht geschehen ist, ist die Gesellschaft gefragt. Überall dort, wo mit Jugendlichen umgegangen wird: in den Schulen, in den Kirchen, Vereinen und Verbänden.

Wir brauchen eine von Stadt, Polizei, Schulen, Jugend- und Sozialarbeit, Kirchen, Vereinen, Verbänden, der Wirtschaft und nicht zuletzt vom einzelnen Bürger getragene Verhinderung und Bekämpfung von Kriminalität als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wir brauchen zur wirksamen Kriminalitätsbekämpfung den aufmerksamen Bürger.

Verhütung und Bekämpfung von Kriminalität geht alle an: die Bürgerinnen und Bürger, die von der Unsitte des Wegschauens weg kommen müssen, die Polizei und die Justiz.