Wie sicher ist unser ständig wachsender Stadtteil im Westen von Innsbruck? (GRÜNE)

Die Wachzimmer der Polizei befinden sich in Innsbruck ausschließlich im Zentrum und in den östlichen Stadtteilen, ebenso die Rettungs- und Feuerwehrzentrale. Durch die zunehmenden Verkehrsbehinderungen am Südring besteht die Gefahr, dass wir hier im Westen von diesen Einrichtungen immer mehr abgeschnitten werden. Wurden seitens der Politiker schon Lösungsmöglichkeiten angedacht?

Ich glaube, dass unser Stadtteil ein sehr sicherer ist. Dennoch,
(Un-) Sicherheit ist immer ein
äußerst subjektives Empfinden. Jede/r von uns fühlt sich durch unterschiedliche Ereignisse oder Zustände verunsichert. Häufig wird das aufgrund seiner Subjektivität sehr emotionale Thema Sicherheit durch Parteien - v.a., aber nicht nur durch die FPÖ - missbraucht, um gezielt Unsicherheit zu schüren. Und das meist auf dem Rücken von ohnehin schwachen Menschen - den sogen. nicht normgerechten "Außenseitern".

Dass Polizeiwachstube und Einsatzzentralen im Stadtzentrum liegen ist richtig. Und dass zunehmendes Verkehrsaufkommen am Südring langfristig zu einer schlechteren Erreichbarkeit peripherer Stadtteile führen kann, auch. Laut Auskunft der Innsbrucker Berufsfeuerwehr jedoch gibt es derzeit wegen der Südringbaustellen keine Probleme. Durch teilweise andere Ausfahrtswege und die Erlaubnis für Blaulichtfahrzeuge auch Straßenbahngleise und Busspuren zu benützen, ist derzeit keine Beeinträchtigung wahrnehmbar. Übrigens: Bei größeren Einsätzen würde auch die Freiwillige Feuerwehr Hötting beigezogen.

Der Unsicherheitsfaktor Südringverkehr kann längerfristig nicht durch eine Vervielfachung von Einsatzzentralen beseitigt werden. Allein zielführend wäre eine Reduzierung des Verkehrs auf den Ziel- und Quellverkehr und eine Verlagerung des Durchzugsverkehrs auf die Autobahn. Doch da ist die Stadtführung vor.

Für mich ist die Verkehrs(un)sicherheit das größte Problem im Westen. Es braucht verstärkte mobile Geschwindigkeitskontrollen - v.a. auf der Nebenfahrbahn der Kranebitter Allee - und eine Bemautung von LKW - Ausweichrouten wie der Allee selbst.

Nicht vergessen werden darf beim Thema Sicherheit auch der Flughafen. Während unter dem Vorwand Sicherheit fest an der Innverlegung gebastelt wird, gibt es nach wie vor keine Risikoanalyse zu den Flugbewegungen über das westliche Stadtgebiet. Eine solche wäre dringend notwendig.