Wie sicher ist unser ständig wachsender Stadtteil im Westen von Innsbruck? (ÖVP)

Erstellt von Prof. Dr. Richard Schober | |   Politischer Beitrag

Die Wachzimmer der Polizei befinden sich in Innsbruck ausschließlich im Zentrum und in den östlichen Stadtteilen, ebenso die Rettungs- und Feuerwehrzentrale. Durch die zunehmenden Verkehrsbehinderungen am Südring besteht die Gefahr, dass wir hier im Westen von diesen Einrichtungen immer mehr abgeschnitten werden. Wurden seitens der Politiker schon Lösungsmöglichkeiten angedacht?

Sicherheit gehört zu den absoluten Grundbedürfnissen der BürgerInnen und somit zu den Kernaufgaben des Staates, der das demokratisch abgesicherte Gewaltmonopol in Form der Exekutive inne hat.

Budgetäre Probleme haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass es auch in Innsbruck zu personellen Engpässen bei der Polizei gekommen ist. Ein signifikantes Beispiel war die langwierige Diskussion um das Wachzimmer am Hauptbahnhof.

Allerdings kann trotz dieser Probleme festgestellt werden, dass der Sicherheitsstandard in unserer Stadt ein hoher ist. Die BürgerInnen sind objektiv gesehen sicher und fühlen sich auch in ihrer subjektiven Wahrnehmung sicher. Dies gilt auch für unseren Stadtteil Hötting-West, der wohl über kein eigenes Wachzimmer und keine Rettungs- und Feuerwehrzentrale verfügt, aber im Schnitt in 10 Minuten von den Einsatzkräften erreichbar ist. Im Vergleich zu größeren Städten als Innsbruck ist dies ein ausgezeichneter Wert, der auch im Falle von Staus am Südring durch Umgehung dieser Durchzugslinie im Falle eines Einsatzes gehalten werden kann.

Allerdings bleiben einige Wünsche offen. Insbesondere wäre eine stärkere Überwachung der 30 km/h-Zonen in unserem Stadtteil durch die Funkstreifen angebracht, zumal immer wieder zu beobachten ist, dass Verkehrsrowdys diese oft um ein Vielfaches überschreiten. Außerdem wäre eine stärkere allgemeine Präsenz der Exekutive zur Überwachung des fließenden Verkehrs wünschenswert. Derzeit erscheint die Installierung eines eigenen Wachzimmers für Hötting-West kaum machbar, da es andere wesentlich neuralgischere Punkte in unserer Stadt gibt, die eine höhere Priorität haben. Allerdings könnte sich die Lage grundlegend ändern, wenn der zweite Teil des Wohnbauprojektes am Lohbach mit einem enormen Zuzug umgesetzt wird.

Die VP-Fraktion im Gemeinderat wird die Entwicklung aufmerksam verfolgen und im Interesse der BürgerInnen rechtzeitig handeln, wenn es die Sicherheitssituation in unserem Stadtteil erfordert.