Zwei Leben.

Erstellt von M.B. | |   Bücherwind

Pontiggia, Guiseppe:

Zwei Leben. Roman. München,Hauser 2002

Signor Frigerio, der Vater des spastischen Paolo, erzählt anhand kleiner Episoden das Leben mit seinem behinderten Kind. Der Bogen spannt sich von anfänglichem Hadern mit dem Schicksal über Ängste, manchmal auch Überforderung, bis hin zu Freude über kleine Fortschritte und zu tiefem Empfinden für seinen Sohn. Mit seiner besonnenen, ehrlichen Art gelingt es Paolo, sein Leben nach den ihm gegebenen Möglichkeiten zu meistern und seine Mitmenschen für sich einzunehmen.

Pontiggia schreibt als Widmung: "Den behinderten Menschen, die nicht darum kämpfen, normal zu werden, sondern sie selbst". Ich möchte diese Widmung erweitern auf "alle Menschen", denn "Normalität" lässt sich in seinem Buch nicht immer eindeutig definieren. In unserer Welt des Nützlichkeitsdenkens beschreibt er überaus menschlich, wie Behinderung zu einer vertrauten Erfahrung werden kann, die sich - bei aller Mühe - auch bewältigen lässt.

Pontiggia erhielt für diesen Roman den Premio Campiello und erreichte beim heurigen ARGE-ALP-Leserpreis den 3. Platz.

 

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